Stellenwert immer weiter angehoben

Spielzeit-Beginn am Pfalztheater Kaiserslautern

Mit Elan und Kreativität in die neue Saison: die neuen Mitarbeiter des Pfalztheaters mit Intendant Johannes Reitmeier (ganz links)

Mit Elan und Kreativität in die neue Saison: die neuen Mitarbeiter des Pfalztheaters mit Intendant Johannes Reitmeier (ganz links)

Zum Start in die neue Spielzeit des Pfalztheaters Kaiserslautern begrüßte Intendant Johannes Reitmeier unter seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders die „neuen Gesichter“. Mit Stolz blickte er auf die zurückliegende Saison, in der die Aufführungen eine Auslastung von über 84 Prozent erreicht hätten. Er wertete diese „großartige Zuschauerresonanz“ als „tolles Signal“, das „uns durch all die Diskussionen um den Sparzwang tragen soll“. Hier sei er wenig kompromissbereit, denn die Kultur sei schon seit vielen Jahren mit eingefrorenen Finanzen konfrontiert und biete mit viel Kreativität hohes Niveau. Dieses könne man bei weiterem Sparen jedoch nicht mehr halten, so Reitmeier. Er wünschte seinem Team „eine schöne, harmonische und erfolgreiche Spielzeit“.

Bezirkstagsvize Günter Eymael freute sich, dass die über 300 Beschäftigten am Pfalztheater „gut gelaunt und voll Optimismus in die neue Saison starten“. Das Haus habe in den vergangenen Jahren seinen Stellenwert angehoben, was Intendant Johannes Reitmeier und seinem Team zu verdanken sei. Zu ihm gewandt sagte Eymael: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie eine hervorragende letzte Spielzeit hinlegen.“ Der Wermutstropfen in der Erfolgsstory des Pfalztheaters sei in der Tat die Finanzsituation, die sich im zurückliegenden Jahr verschlechtert habe. Der Bezirksverband Pfalz sei zwar der Träger, habe aber als Mitfinanziers des Dreispartenhauses das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kaiserslautern. Die öffentliche Hand sei in den letzten Jahren hoch verschuldet, was eingedämmt werden müsse – „sicher nicht nur durch Einsparungen im Kulturbereich“, so Eymael.

Die kulturelle Bildung und Integration sei die originäre Aufgabe des Theaters, sagte der Theaterreferent des rheinland-pfälzischen Kulturministeriums, Dr. Karl Josef Pieper, und ergänzte: „Theater ist das kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft“, das Unterhaltung bringe und das Leben immer wieder neu spiele. Dem pflichtete auch Michael Krauss, Vorsitzender der Freunde des Pfalztheaters, bei, indem er die Qualität und den Anspruch der Arbeit am Pfalztheater hervorhob, die Kultur und Tradition vermittele. Wichtig sei es, dass das Haus für alle Zuschauerschichten zugänglich sei. Am Samstag, 3. September, steigt ab 14 Uhr das traditionelle Theaterfest mit vielen attraktiven Programmpunkten bis spät in die Nacht (Eintritt frei).