Stürmischer Applaus in vier Pfälzer Kirchen

Rund 1.600 Besucher von Konzertreihe „Orgel trifft Orchester“ des Bezirksverbands Pfalz begeistert

Imposant: Blick in den Innenraum der Paulskirche in Kirchheimbolanden mit dem Orchester des Pfalztheaters und der historischen Stumm-Orgel

Imposant: Blick in den Innenraum der Paulskirche in Kirchheimbolanden mit dem Orchester des Pfalztheaters und der historischen Stumm-Orgel

Mit großem Erfolg ging die Konzertreihe „Orgel trifft Orchester“ mit dem international bekannten Organisten Felix Hell aus Frankenthal und dem Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern zu Ende, zu der der Bezirksverband Pfalz eingeladen hatte. Rund 1.600 Besucher feierten die Musiker mit stehenden Ovationen an vier Abenden in vier verschiedenen Pfälzer Kirchen, und zwar zur Premiere in der Zwölf-Apostel-Kirche Frankenthal, sodann in der Stiftskirche Kaiserslautern und in der Paulskirche Kirchheimbolanden und zum Abschluss in der Johanneskirche Pirmasens. „Wir freuen uns, dass auch die zweite Auflage dieser außergewöhnlichen Veranstaltung auf so große Resonanz gestoßen ist“, resümierte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, der 2009 erstmals die Idee zu diesem Projekt hatte. Da damals das Publikum auf eine Wiederholung drängte, stellten das 26-jährige Orgeltalent und der Dirigent des Bezirksverbands Pfalz ein Programm zusammen, das wiederum die Besucher anzog und begeisterte. Wieder dankte der Kreissparkasse Kaiserslautern, der Kreissparkasse Rhein-Pfalz, der Sparkasse Donnersberg sowie der Stiftung PfalzMetall, dass sie mitgeholfen hätten, diese Konzertreihe zu verwirklichen.

Generalmusikdirektor Uwe Sandner war froh, dass es gelungen sei, trotz der sehr unterschiedlichen akustischen Gegebenheiten der Kirchen ein jeweils optimales Klangergebnis zu erzielen. Und er fügte hinzu: „Es hat auch diesmal Spaß gemacht, mit Felix Hell zu musizieren.“ „Es ist immer wieder erneut ein spannendes Erlebnis, die gleichen Werke in so verschiedenen Kirchenräumen mit ihren jeweiligen Orgeln zu spielen“, sagte Felix Hell, der weltweit Konzerte gibt und erläuterte, dass jede Orgel wie ein Mensch nach Tagesform reagiere. „Mit einem solch unglaublich musikalischen Orchester aufzutreten“, sei eine besondere Freude. Dass er in Sandner einen kongenialen Partner gefunden hat, war augenscheinlich. Dies bestätigte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, als er die Orchestermusiker, den seit 13 Jahren in den USA lebenden Orgel-Jungprofessor und „den herausragenden Musiker, der mit dem Taktstock alles zusammenfügt“, in Frankenthal und Kirchheimbolanden begrüßte. Auch der „Königin der Instrumente“ gab zum Abschluss der Konzertreihe Bezirkstagsvize Manfred Petry in Pirmasens auf witzige Weise die Ehre. Das Publikum, von Bezirkstagsvize Günter Eymael in Kaiserslautern, dem Heimatort des Pfalztheaters, als „besonders musikverliebt“ bezeichnet, dankte den Musikern an allen vier Abenden mit Standing Ovations, dass es so reich beschenkt wurde.

An den vier Konzertabenden erklang zum Einstimmen zunächst die Orgel allein, und zwar das Präludium und die Fuge e-Moll, BWV 548, von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und das „Andante Sostenuto“ aus Charles-Marie Widors (1844-1937) Symphonie Nr. 9 „Gothique“, op. 70. Danach erwartete das Publikum ein musikalisches Feuerwerk mit Joseph Jongens Symphonie Concertante für Orgel und Orchester, op. 81, und schließlich mit Camille Saint-Saëns‘ wunderbaren Symphonie Nr. 3, op. 78, die sicher bei vielen ein Gänsehautfeeling hervorgerufen hatte. Jeweils zwei verschiedene Zugaben brachte abschließend Felix Hell zu Gehör.