Tod im Schneetreiben

Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde

Tragische Geschichte: das Eisenbahnunglück bei Hauptstuhl/Bruchmühlbach von 1918

(Foto© Landesarchiv Speyer)

Tragische Geschichte: das Eisenbahnunglück bei Hauptstuhl/Bruchmühlbach von 1918 (Foto© Landesarchiv Speyer)

Am Mittwoch, 4. Oktober, ab 19 Uhr referiert Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6, über eine der schrecklichsten Katastrophen pfälzischer Eisenbahngeschichte. Der Vortrag „Tod im Schneetreiben. Das Eisenbahnunglück bei Hauptstuhl/Bruchmühlbach vom 7. Januar 1918“ ist eine Aufarbeitung des tragischen Unglücks (Eintritt frei).

Fast in Vergessenheit geraten ist das vermutlich größte Zugunglück in der Geschichte der Pfalz. Am Dienstag, 8. Januar 1918, traf vormittags um 9.05 Uhr telefonisch bei der Regierung in Speyer eine unheilvolle Meldung des Bezirksamts Homburg ein: „Bei Bruchmühlbach schweres Eisenbahnunglück…“. Zwei Züge, voll beladen mit Menschen und Material für die Westfront, waren in der Nacht zuvor bei heftigem Schneefall zwischen Hauptstuhl und Bruchmühlbach zusammengestoßen. Das bis dahin schwerste Eisenbahnunglück in der Pfalz verursachte nicht nur 33 Tote und rund 110 Verletzte, sondern löste auch umfangreiche Aktivitäten auf Seiten der staatlichen Verwaltungsstellen, der Eisenbahndirektion Ludwigshafen und der umliegenden Kommunen aus. Rummel stellt dieses Ereignis und seine Folgen aufgrund der im Landesarchiv Speyer überlieferten Akten umfassend dar, auch anhand der dabei befindlichen Fotos von der Unglücksstelle. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.