Unser Sehen – Kosmos zwischen Illusion und Vorstellung

„Art after Work“ dreht sich um die visuelle Wahrnehmung

Vom individuellen Sehen: „Strom“ von Michael Growe besteht aus Leimtempera und Wachs auf Holz und entstand 2001

Vom individuellen Sehen: „Strom“ von Michael Growe besteht aus Leimtempera und Wachs auf Holz und entstand 2001

Die visuelle Wahrnehmung steht im Mittelpunkt bei „Art after Work“ am Dienstag, 6. November, um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) mit Svenja Kriebel, Leiterin der Sammlung für Angewandte Kunst. „Ich glaube nur, was ich sehe!“ Wer hat diesen Satz nicht schon einmal gehört? Gesunde Menschen nehmen ununterbrochen mit dem Auge Reize auf. Meistens geschieht das unbewusst. Die Verarbeitung des Gesehenen ist dabei ein eigener Faktor, denn Auge und Gehirn nehmen ständig eine Auswahl von Informationen vor. Dabei gehen das Erkennen und die Interpretation dessen, was gesehen wurde, mit einem Abgleich unserer Erinnerungen einher. Somit ist visuelle Wahrnehmung eine individuelle Angelegenheit – ein spannendes Feld auch und vor allem für bildende Künstler.

An diesem Abend soll die Interpretation zunächst zurückstehen. In einem ersten Schritt geht es um die Erfahrung, wie unterschiedlich das Sehen jeweils ausfallen kann. Dabei zeigt sich, was wir als Betrachter an Vorstellungen mitbringen und welchen Illusionen wir mitunter unterliegen. Erst in einem zweiten Schritt soll es darum gehen, wie und warum Künstler die Erkenntnisse über unser Sehen bewusst einsetzen. „Art after Work“ findet jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr statt. Der Beitrag für Eintritt, Führung und ein Glas Sekt beträgt 7,50 Euro. Um Anmeldung wird bis zum jeweiligen Montag zuvor unter 0631 3647-201 gebeten.