Ute Bales stellt neuen fesselnden Roman vor

Lesung in der Pfalzbibliothek Kaiserslautern

Autorin aus der Eifel: Ute Bales

Am Samstag, 23. Februar, stellt Ute Bales um 11 Uhr in der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, ihren neuen Roman „Unter dem großen Himmel“ vor (Eintritt frei). Im Mittelpunkt steht der Maler Pitt Kreuzberg aus der Eifel, der dem Expressionismus nahe stand. Als Sohn eines Weinkaufmanns zeigte er kein Interesse an den Handelsgeschäften, sondern verschrieb sich der Kunst. Er besucht die Düsseldorfer Kunstakademie, wo er unter anderem mit August Macke arbeitet. Mit seiner Frau wechselt er nach München und erlebt die ersten Ausstellungen des Blauen Reiters. Bald zieht ihn die Eifeler Landschaft mit ihren Maaren an und so beschließt er, 1913 mit seiner Familie nach Schalkenmehren überzusiedeln, wo er sich unter ärmlichsten Verhältnissen versucht, als Maler über Wasser zu halten. 1914 wird er zum Kriegsdienst eingezogen. 1918 kehrt er krank und traumatisiert zurück. Er verbringt immer wieder Zeiten in Düsseldorf, wo er sich Künstlervereinigungen anschließt und an Ausstellungen teilnimmt. Die NS-Zeit übersteht er ohne Berufsverbot. In seinem Spätwerk, nach dem Abwurf der Atombombe in Hiroshima, wird ein Umbruch in seinen Bildern erkennbar, so dass man ihn als Vorläufer der „Jungen Wilden“ bezeichnen kann. Ute Bales gelingt es eindrucksvoll, die vielen Facetten dieser Künstlerpersönlichkeit spannend zu schildern.

Ute Bales, Mitglied im Literarischen Verein der Pfalz, wurde 1961 in der Eifel geboren und ist in Gerolstein aufgewachsen. Sie studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Kunst in Gießen und Freiburg, wo sie als Dozentin an einer Wirtschaftsakademie arbeitet. Nach ihrem Erstlingswerk „Der Boden dunkel“ von 2006 avancierte ihr zweiter Roman „Kamillenblumen“ von 2008 zu einem heimlichen Bestseller. Es folgte 2010 der Roman „Peter Zirbes“, den sie ebenfalls in der Pfalzbibliothek präsentiert hat. „Unter dem großen Himmel“ erschien im Rhein-Mosel-Verlag.

Am 23. Februar besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, sich das breite Schaffen des pfälzischen Malers und Grafikers Albert Matzdorf zu vergegenwärtigen, der im Dezember 100 Jahre alt geworden wäre. Zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen, Keramiken und Fotos, aber auch Werkzeuge und persönliche Objekte aus Familienbesitz.