Verleihung des Holbach-Preises an Paloma Varga Weisz

Preisverleihung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk)

Surreal anmutende Skulptur: Beulenmann, 2002 von Paloma Varga Weisz 
(Foto: Stefan Hostettler, © VG-Bild-Kunst, Bonn)

Surreal anmutende Skulptur: Beulenmann, 2002 von Paloma Varga Weisz (Foto: Stefan Hostettler, © VG-Bild-Kunst, Bonn)

Die Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz verleiht am Freitag, 5. Mai um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern den Holbach-Preis an die Bildende Künstlerin Paloma Varga Weisz. Die Preisverleihung nimmt der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Bernd Goldmann, vor. Die Laudatio spricht Drs. Guido de Werd.

Paloma Varga Weisz, 1966 in Mannheim geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Neustadt an der Weinstraße. Nach einer Holzbildhauerlehre in Garmisch-Partenkirchen studierte sie bei Tony Cragg und Gerhard Merz an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihr vielfältiges Werk, das Skulpturen, Installationen, Aquarelle und Zeichnungen umfasst, wird national und international rezipiert und wurde zum Beispiel bereits 2005 auf der Biennale in Venedig und 2012 im Museum of Modern Art, New York gezeigt. Bevorzugt arbeitet die Künstlerin mit Holz und Keramik; kunsthistorische Referenzen zu Dürer und Rembrandt sowie eine geheimnisvolle, psychologische Tiefe zeichnen das Werk der Künstlerin aus. Ihre oftmals surreal anmutenden Skulpturen werden bühnenhaft inszeniert; sie „berühren und überwältigen durch handwerkliche Präzision, Erhabenheit, Subtilität, ikonografische und kunsthistorische Referenzen“ so das Urteil der Jury.

Der Holbach-Preis, erstmals 2015 an den Essayisten Dr. Wolfgang Sofsky verliehen, ist mit 12.000 Euro dotiert und wird im Turnus von zwei Jahren alternierend in den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Musik für das Gesamtwerk vergeben. Voraussetzung ist der biografische Bezug der Auszuzeichnenden zur Pfalz. Der Holbach-Preis soll die pfälzische Verbundenheit wie auch die Weitläufigkeit des Paul Henri Thiry d’Holbach (1723 – 1789) widerspiegeln. Holbach stammt aus Edesheim und kam durch seinen Onkel nach Paris. Er studierte in Leiden Rechts- und Naturwissenschaften, war Mitglied verschiedener Gelehrtengesellschaften, so der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Russischen Akademie der Wissenschaften und der Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften.