Vier Kandidaten für Pfalzpreis für das Kunsthandwerk nominiert

Preisträger wird bei Pfalzpreis-Gala bekannt gegeben

Trophäe (Muster) und Urkunde für den Pfalzpreis: Preisträger bleiben bis zum Schluss geheim

Trophäe (Muster) und Urkunde für den Pfalzpreis: Preisträger bleiben bis zum Schluss geheim

Eine mit Fachleuten besetzte Jury unter Vorsitz des stellvertretenden Bezirkstagsvorsitzenden Günter Eymael hat vier Personen für den Pfalzpreis für das Kunsthandwerk nominiert. Sie sind in die enge Wahl für den mit 10.000 Euro dotierten Preis gekommen, den der Bezirksverband Pfalz seit 1975 vergibt.

Die Kaiserslauterer Damenschneiderin Birgit Blauth überzeugte die Jury mit einer in schlicht-eleganter Form gearbeiteten, vierteiligen Kombination aus Kopfbedeckung, Oberteil, Hose und Tasche. Glasermeister Wolfgang Helfferich aus Neustadt an der Weinstraße ist mit zwei säulenförmigen Lichtobjekten in die engere Wahl um den Pfalzpreis gekommen. Der Grünstadter Drechslermeister Heinrich Andreas Schilling hat mehrere aus verschiedenen Holzarten aufwändig gearbeitete Leerbücher in Buchkästen beziehungsweise im Schuber eingereicht, für die er nominiert wurde. In den Kreis der Nominierten wurde auch Kyra Spieker aus Höhr-Grenzhausen gewählt; die Keramikerin, die 1989 einen Stipendienaufenthalt am Künstlerhaus Edenkoben absolvierte hat, überzeugte die Jury mit ihren Stand- und Hängefiguren aus Porzellan, Plexiglas und Edelstahl.

Der mit 5.000 Euro dotierte Nachwuchspreis geht an den 1988 geborenen Edelsteinschleifer Frank Schumacher aus Otterberg für zwei Halsketten, in denen er unter anderem geschliffenen Bergkristall und Jaspis verarbeitet hat. Neben Günter Eymael gehörten dem Preisgericht Svenja Kriebel, Leiterin der Abteilung für Angewandte Kunst im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Uli Lamp, Vorsitzender des Kunstfördervereins Donnersberg, Prof. Peter Sulzer, Vorstandsmitglied der Stiftung Simonshof in Gleisweiler, Prof. Brigitte Tietzel, ehemalige Direktorin des Textilmuseums Krefeld sowie des Museums für Angewandte Kunst in Köln, Rainer Wadewitz, Vorstandsvorsitzender beim Berufsverband Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz, sowie Dr. Heidrun Zinnkann, Kuratorin des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt, an.

Die Nominierten für den Pfalzpreis für das Kunsthandwerk, den Pfalzpreis für pfälzische Geschichte und Volkskunde sowie den Zukunftspreis Pfalz werden bei der Pfalzpreis-Gala am Samstag, 12. November, um 19.30 Uhr im Pfalztheater Kaiserslautern vorgestellt. Sodann erfolgt die Bekanntgabe der Preisträger. Susanne Bieler und Axel Gade vom Pfalztheater moderieren die musikalisch gestaltete Feierstunde. Der Eintritt ist frei (Einlass ab 19 Uhr, freie Platzwahl). Zum Pfalzpreis für das Kunsthandwerk gibt es zudem eine Ausstellung im Theodor-Zink-Museum/Wadgasserhof in Kaiserslautern, die am Sonntag, 13. November, um 11 Uhr eröffnet wird. Bis 11. Dezember ist eine Auswahl der eingereichten Arbeiten zu sehen. Infos unter www.pfalzpreise.de.