Von der Bienengesellschaft zur Kameral-Hohen-Schule

Ausstellungseröffnung mit Vortrag in der Pfalzbibliothek

Erster Leiter der „Kameral-Hohe-Schule“ in Kaiserslautern: der Mannheimer Arzt und Botaniker Friedrich Casimir Medicus

„Von der Bienengesellschaft zur Kameral-Hohen-Schule“ heißt eine Ausstellung in der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, die am Dienstag, 11. Juni, um 19 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Klaus Kremb eröffnet wird (Eintritt frei). Im 18. Jahrhundert beschäftigte man sich aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Notstände mit der Verbesserung der Erträge und Einnahmen. In vielen Orten gründete das gebildete Bürgertum soziale Gesellschaften, deren Ziel es war, lokale Probleme zu lösen. So auch in Kaiserslautern: 1768 entstand die „Bienengesellschaft“ zur Förderung der Bienenzucht, später umbenannt in „Physikalisch-Ökonomische Gesellschaft“; sie erweiterte ihre Aktivitäten im Bereich Landwirtschaft, Viehhaltung und Gewerbe. Daraus erwuchs 1774 die „Kameral-Hohen-Schule“, die eine bedeutende Rolle bei der Etablierung der Kameralistik als universitäre Wissenschaft spielte. Die Ausstellung gibt mit bibliophilen Raritäten, Kupferstichen und Dokumenten einen Einblick in die damalige Wissenschaftsarbeit. Dr. Klaus Kremb, langjähriger Präsident der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und Lehrbeauftragter der Technischen Universität Kaiserslautern, stellt in seinem Eröffnungsvortrag diese Einrichtungen vor und ordnet sie in das kulturelle Umfeld des Zeitalters der Aufklärung ein. Die Gäste begrüßt Institutsdirektor Roland Paul, das Blockflötenquartett der Musikschule Kaiserslautern spielt zeitgenössische Werke.