Von der Kraft der Bilder

Kunst(früh)stück des Museums Pfalzgalerie in der Stiftskirche Kaiserslautern

Eigene künstlerische Sprache: Judith Röders „Schirm (videostill)“ von 2015

Eigene künstlerische Sprache: Judith Röders „Schirm (videostill)“ von 2015

Das Kunst(früh)stück des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) am Sonntag, 31. Mai, beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche Kaiserslautern, den Dekanin Dorothee Wüst gestaltet. Sodann beschäftigen sich die Künstlerin Judith Röder, Birgit Weindl, Kunstbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, und Dr. Annette Reich vom mpk ganz im Sinne einer künstlerisch-religiösen Begegnung mit der Frage, welche Kraft Bilder und Worte heute haben. Das Kunst(früh)stück findet im Rahmen der Ausstellungsreihe „bild wort bild” statt.

Am Anfang war das Wort. Seine Kraft entfaltet sich in gesprochener und geschriebener Sprache. Nicht nur Pfarrer, Schriftsteller, Dichter, Wissenschaftler, Schauspieler, Journalisten und Moderatoren, auch bildende Künstler nutzen auf vielfältige Art und Weise Wort und Sprache, um bestimmte Botschaften und Intentionen auszudrücken. Ein anderes ausdrucksstarkes Medium ist das Bild. Was ein Bild ist, hängt unweigerlich mit der Frage nach unserer Wahrnehmung zusammen. Zum Themenjahr „Reformation und Bild” im Rahmen der Reformationsdekade der Evangelischen Kirche wurde die Ausstellungsreihe „bild wort bild” konzipiert, um der Frage nach der Bedeutung von Worten und Bildern heute nachzugehen. Judith Röder, Jahrgang 1981, hat sich dieser Aufgabe gestellt. Die in München ausgebildete Kunstglaserin und Bildhauerin beschäftigt sich auf sehr subtile Art und Weise mit realen und illusorischen Phänomenen. In einer nahezu puristischen Formensprache schafft sie „Bilder”, die sich in ihrer Uneindeutigkeit zu erkennen geben und sich zugleich entziehen. Glas und Licht gehören zu ihren wesentlichen Gestaltungsmitteln. Ihre Projektionen, Videoarbeiten und skulpturalen Installationen nehmen hintergründig Kontakt mit dem jeweiligen Raum auf, in dem sie sich befinden, und eröffnen zugleich Vorstellungen, die weit darüber hinausgehen. Judith Röder gelingt es, Materialität und Immaterialität, Bewegung und Stillstand in einer eigenen künstlerischen Sprache faszinierend umzusetzen.

Im Anschluss an das Gespräch bietet ein Frühstücksbuffet – diesmal im Kirchenraum – Gelegenheit zum Verweilen. Gewonnene Eindrücke können weiter diskutiert werden. Um verbindliche Anmeldung mit Vorauskasse bis 22. Mai unter der Telefonnummer 0631 3647-201 oder per Mail (info@mpk.bv-pfalz.de) wird gebeten. Die Teilnahme am Kunst(früh)stück kostet 15 Euro pro Person; Kinder zahlen sechs Euro und Familien (zwei Erwachsene mit zwei Kindern bis 12 Jahre) 35 Euro. Infos unter www.mpk.de.