Wie der „Garten zum Quadrat“ wächst

Gespräch mit der Künstlerin vor der Ausstellungseröffnung

Kultivierte Vorstellung eines Gartens: Juliane Laitzschs Bleistiftzeichnung „Blumenbeet“ von 2011

Kultivierte Vorstellung eines Gartens: Juliane Laitzschs Bleistiftzeichnung „Blumenbeet“ von 2011

Einen Blick hinter die Kulissen und in eine Ausstellung, bevor sie eröffnet wird, bietet dieses Mal „Art after Work“ am Dienstag, 6. September, um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern. Dabei werden Entscheidungsprozesse deutlich, wie eine Ausstellung ihre endgültige Erscheinung und Form erhält. Doppelt spannend wird es, da diese Ausstellung nicht im klassischen Sinne kuratiert wurde, das heißt, eine Kunsthistorikerin entscheidet diesmal nicht über die Auswahl der auszustellenden Werke, sondern die Schau ist das Ergebnis eines künstlerischen Projektes. Juliane Laitzsch, Bildhauerin und Zeichnerin, hat sich mit ausgesuchten Objekten der kunsthandwerklichen Sammlung befasst. Ausgehend vom floralen Dekor der Gegenstände ist der Garten das zentrale Thema der Ausstellung. Ihr Titel „Der Garten zum Quadrat“ spielt auf unsere vielfältige, vor allem sehr kultivierte Vorstellung eines Gartens an. „Art after Work“ dreht sich um Fragen, wie eine Künstlerin damit umgeht, welche Auswahl sie trifft und welche Wahrnehmung aus der Gegenüberstellung von aktueller bildender und angewandter Kunst des 19. Jahrhunderts erwächst. Es darf zusammen mit der Künstlerin debattiert werden – und vielleicht fließen die Ergebnisse der Diskussion sogar noch in die endgültige Ausstellungsgestaltung ein. Eintritt, Führung und ein Glas Sekt kosten 7,50 Euro. Um Anmeldung wird bis Montag, 5. September, unter der Telefonnummer 0631 3647-201 gebeten.