Zehn Jahre Selbsthilfegruppe Ein- und Durchschlafstörungen

Feierstunde am 19. März, 19 Uhr im Pfalzklinikum Klingenmünster mit Vortrag von Prof. Reinhard Steinberg

Ein- und Durchschlafstörungen sind eine häufige Erkrankung. Der Selbsthilfe kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Patienten unterstützen sich wechselseitig bei ihren Krankheitsbeschwerden, zeigen für Betroffene Behandlungsmöglichkeiten und bieten Stütze sowie Erfahrungsaustausch. Hier knüpft auch die Selbsthilfegruppe Ein- und Durchschlafstörungen am Pfalzklinikum in Klingenmünster an. Die Gruppe feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Angeregt wurde die Gründung von Dr. Hans Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum. Helene Schwarz leitet diese seit 2005, ein Treffen findet regelmäßig am ersten Donnerstag eines Monats statt. Die Gruppe bietet Betroffenen Unterstützung und Hilfe in Form von Gesprächsrunden, Erfahrungsaustausch, aber auch Abenden mit hochrangigen Referenten der Schlafmedizin aus ganz Deutschland. In Deutschland existieren nur wenige Selbsthilfegruppen zu Ein- und Durchschlafstörungen, die Gruppe in Klingenmünster unterstützt daher aufgrund ihrer Erfahrungswerte häufig andere Selbsthilfegruppen bei Neugründung. Zur eigenen Fortbildung stehen auch regelmäßig Besuche von Fach- und Patientenkongresse auf dem Programm. So wird gewährleistet stets auf dem aktuellsten Erkenntnisstand zu sein.

Um das Jubiläum der Selbsthilfegruppe zu feiern, findet am 19. März ab 19 Uhr im Konferenzraum des BKV-Zentrums am Pfalzklinikum eine Feierstunde mit einem Vortrag des ehemaligen Ärztlichen Direktors Professor Reinhard Steinberg statt. Er referiert über die therapeutischen Möglichkeiten von Schlafmitteln, aber auch die damit verbundenen Gefahren. Gewöhnung an Schlafmittel, eventuell gar Abhängigkeitsentwicklungen sind die Themen, die alle Schlafgestörten schon immer sehr beschäftigen. Wie man mit Schlafmitteln richtig umgeht, ihre Sinnhaftigkeit und ihre Gefahren sowie auch die Gefahren mit dem vermeintlichen Schlafmittel Alkohol werden angesprochen. Ein Fokus liegt auf der Förderung von Selbstheilungskräften. Interessierte sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Infos zu Ein- und Durchschlafstörungen

In Deutschland leiden ca. 6% der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörung. Dies entspricht knapp 5 Millionen Bundesbürgern. Ein- und Durchschlafstörungen gehen mit erheblichen Einschränkungen am Tage einher. Tagesschläfrigkeit, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, depressive Verstimmungen sind häufige Symptome. Psycho-soziale Einschränkungen sind die Folge: Es treten vermehrt Fehler am Arbeitsplatz auf, die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr ist erhöht und Fehlzeiten infolge Krankschreibungen sind doppelt so häufig wie bei Schlafgesunden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz sowie Übergewicht können dadurch entstehen. Unbehandelte Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Depressionen und andere psychische Beeinträchtigungen.

Kontakt:

Helene Schwarz
Selbsthilfegruppe Ein- und Durchschlafstörungen
helene.schwarz@web.de

Dr. Hans-Günther Weeß
Leiter Schlafzentrum Pfalzklinikum
Tel. 06349 900-2180