Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz im Fokus

Fachtagung der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archivare in Kaiserslautern

Junges Archiv mit teilweise altem Bestand: Das Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz

Junges Archiv mit teilweise altem Bestand: Das Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz

Das Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz sowie das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern waren Gastgeber der 75. Fachtagung rheinland-pfälzischer und saarländischer Archivarinnen und Archivare. Rund 50 Teilnehmer aus allen Teilen von Rheinland-Pfalz sowie aus dem Saarland waren in der Barbarossastadt zusammengekommen, wo sie der stellvertretende Vorsitzende des Bezirkstags Pfalz, Günter Eymael, begrüßte. „Der Bezirksverband Pfalz ist in Rheinland-Pfalz eine Besonderheit. Wir sind froh, dass es das Zentralarchiv gibt, um die Struktur und Geschichte unseres Verbandes zu dokumentieren und Interessierten näherzubringen“, sagte Eymael. Der Archivar des Bezirksverbands Pfalz, Ulrich Burkhart, erläuterte die einzigartige Geschichte des Regionalverbands, der 2016 sein 200-jähriges Bestehen feiert. Weiterhin auf dem Programm stand die migrationsgeschichtliche Abteilung des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde – eine von 21 eigenen und mitgetragenen Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz. Der stellvertretende Institutsleiter Roland Paul ging insbesondere auf die Auswandererkartei des Instituts ein, die mit 300.000 Karten eine der umfangreichsten ihrer Art ist.

Bei einem Rundgang konnten sich die Tagungsteilnehmer selbst einen Eindruck von den bereits vorhandenen Beständen des Zentralarchivs machen, das der Bezirksverband Pfalz Anfang 2011 in der Nähe seines Verwaltungssitzes in Kaiserslautern eingerichtet hat. In den angemieteten Räumen eines Gebäudes in der Kanalstraße 24 ordnen, verzeichnen und verwahren die Archivmitarbeiter wichtige Unterlagen des Bezirksverbands Pfalz und seiner Einrichtungen. Das Archivgut wird in naher Zukunft allen Interessierten, beispielsweise wissenschaftlich Tätigen, Studierenden, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Heimatforschern und Journalisten zu Forschungs-, Informations- und Recherchezwecken zugänglich sein. Im Dezember 2009 hatte der Bezirksausschuss beschlossen, ein eigenes Archiv einzurichten, das das umfangreiche Wirken des Regionalverbands dokumentieren soll.