15 Minuten Kunstpause und Publikumsberatung an einem Tag

Auf den Punkt gebracht und Begutachtung von Dachbodenschätzen im mpk

Studien in schwarz-weiß: Hans Hofmanns “Untitle”, ca. 1929 (Foto: Kim Keever © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust, ARS, New York, VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

In der Reihe „Auf den Punkt gebracht“ unternimmt Sabrina Wilkin am Mittwoch, 5. September, ab 12.30 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, ein Kurzgespräch zu Hans Hofmann in der Sonderausstellung „Hofmanns Wege“. Der Eintritt ist frei.

Berühmt als Künstler und geschätzt als Lehrer – Hans Hofmann zählt zu den bedeutendsten Vertretern des abstrakten Expressionismus, insbesondere der Farbfeldmalerei. Doch nicht nur Farbe weiß der gebürtige Deutsche auf außerordentliche Weise in Szene zu setzen, seine frühen Zeichnungen zeigen sein herausragendes Verständnis für Räumlichkeit und Tiefenwirkung und stehen im Fokus unseres gemeinsamen Rundgangs. Hans Hofmann entwickelte, zunächst beeinflusst von den Künstlern der École de Paris, nach und nach einen eigenen malerischen Stil, für den er berühmt werden sollte. Vor seiner Übersiedlung nach Amerika lehrte er in München an einer eigenen Kunstschule, Sommerkurse gab er in jenen Jahren bereits in den USA. In dieser frühen Schaffensphase entstand eine Vielzahl von Zeichnungen, die seinen besonderen Blick auf unterschiedliche Motive zeigen. Er nutzt einen von Expressionismus und Kubismus beeinflussten, abstrakten Stil, um unterschiedliche Studien in schwarz-weiß anzufertigen. Ob Landschaft oder Porträts, Hofmanns Zeichnungen stechen auf seinem künstlerischen Weg ebenso hervor wie seine Gemälde. Ihre Besonderheiten und herausragende künstlerische Raffinesse können in unserer Sonderausstellung gemeinsam näher betrachtet und diskutiert werden.

Ebenfalls am 5. September findet eine Begutachtung von gesammelten, geerbten oder auf dem Dachboden entdeckten Schätzen statt. Wer also Gemälde, Graphiken oder Plastiken zuhause hat und wissen will, ob es sich hierbei um Kunst oder Krempel handelt, sollte sich von 14.30 bis 17 Uhr ins Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern begeben. Dr. Heinz Höfchen beurteilt bis zu fünf Objekte ohne Wertangabe und gibt Auskunft, was er darüber weiß. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Die Beratung kostet fünf Euro.