„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“

Die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ des Anne-Frank-Zentrums Berlin war im Mai 2019 zu Gast in Ludwigshafen an der Anne-Frank-Realschule plus und dem Theodor-Heuss-Gymnasium.

In Form einer PDF-Broschüre finden Sie hier verlinkt allgemeine Infos zur Ausstellung, die in einen historischen und einen aktuellen Teil gegliedert ist. 

Einen Audioguide erstellt von SchülerInnen kann man hier abrufen. 

peer guide führungen

mit jugendlichen durch die ausstellung

Eine sogenannte „Peer Guide“ Führung konnte kostenfrei bei der Anne-Frank-Realschule Plus gebucht werden. Hier führten eigens dafür ausgebildete Jugendliche durch die Ausstellung. Dieses Angebot richtete sich primär an Schulklassen (Altersempfehlung ab 15 J.), aber konnte nach Absprache auch für andere Gruppen angeboten werden. 

Mit einem Audio-Guide, der zur Ausstellung  von der Medien-AG der Anne-Frank-Realschule plus in verschiedenen Sprachen erarbeitet wurde und über das Handy abrufbar ist, konnte man die Ausstellung besuchen.  

Eine Handreichung zur Ausstellung speziell für Lehrer wurde hier zur Verfügung gestellt. 

Ein weiteres Angebot für Schulen war der Workshop „Wie hättest du entschieden?“ mit Autorin Marion Bischoff.  

Die Komplettübersicht der Veranstaltungen finden Sie hier als PDF


rahmenprogramm zur ausstellung

Donnerstag, 11. April bis Freitag, 24. Mai 2019

„Anwalt ohne Recht – Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933“ Ausstellung 

Frankenthal, Landgericht, Bahnhofstraße 33.

Eröffnung ist am 11. April, die Verlegung von 9 neuen Stolpersteinen erfolgt am 12. April.

Info auf www.juden-in-frankenthal.de

Sonntag, 5. Mai, 11 Uhr

Führung zum Thema Stolpersteine in Frankenthal

Referent: Rüdiger Stein

Treffpunkt vor der Zwölf-Apostel-Kirche, Carl-Theodor-Straße.

Eintritt frei.

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

 

In Frankenthal erinnern 78 Stolpersteine vor deren ehemaligen Häusern und Wohnungen an das Schicksal jüdischer Menschen. Alle Steine wurden von Bürgerinnen und Bürgern gespendet.

Bei Dauerregen entfällt der Rundgang. Veranstalter: Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

 

Sonntag, 5. Mai, 15 Uhr

Führung zu den Jüdischen Friedhöfen in Frankenthal

Referent: Werner Schäfer

Treffpunkt ist vor der Trauerhalle des Städtischen Friedhofs, Eingang Wormser Straße.

Eintritt frei.

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

Führung über die beiden Jüdischen Friedhöfe. 1820 erwarb die jüdische Gemeinde Frankenthal auf der Ostseite des städtischen Friedhofes ein Grundstück zur Anlage eines ersten eigenen Friedhofes. Das älteste Grab wurde 1826 angelegt. Auf dem Friedhof sind noch 130 Grabsteine erhalten.

Bei Dauerregen entfällt der Rundgang. Veranstalter: Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

Sonntag, 5. Mai, 17 Uhr

Führung zu Juden in der Innenstadt Frankenthal

Referent: Herbert Baum

Frankenthal, Treffpunkt Gedenkplatz (Spielplatz) Glockengasse.

Eintritt frei.

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

Die Jüdische Gemeinde Frankenthal wurde um 1785 gegründet. Im Jahr 1900 lebten hier 371 Juden, das waren rund zwei Prozent. 1933 begann die systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung auch in Frankenthal. Mit der Deportation der 39 verbliebenen Kinder, Frauen und Männer 1940 nach Gurs endete die Geschichte der Jüdischen Gemeinde. Heute leben wieder Menschen jüdischen Glaubens in Frankenthal. Referent: Herbert Baum.

Bei Dauerregen entfällt der Rundgang. Veranstalter: Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

Montag, 6. Mai, 19 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ 

Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums & der Anne-Frank-Realschule plus

Ludwigshafen, Freiastraße 10.

Eintritt frei.

Es begrüßen Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg, die gastgebenden Schulleiter und Patrick Siegele vom Anne Frank Zentrum, Berlin.

Ein Rundgang mit Peer Guides gibt Einblick in die Ausstellung.

Hier finden Sie die Einladung als PDF zum Download

Dienstag, 7. Mai, 15-17 Uhr

„Als die Bücher brannten und sie die Dichter verbannten“. Ludwigshafen liest aus verbrannten Büchern

Ludwigshafen, Stadtbibliothek, Bismarckstraße 44-48.

Eintritt frei. 

Am 7. Mai 1933 fielen bei einer öffentlichen Kundgebung der Hitlerjugend 56 Bücher aus den Beständen der Ludwigshafener Volksbücherei den Flammen zum Opfer. Verbrannt wurden in ganz Deutschland Bücher von Autoren wie Lion Feuchtwanger, Thomas Mann, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Erich Kästner und auch Mascha Kaleko.
Lesen Sie mit! Jetzt melden unter: info@lu-stolpersteine.de

Veranstalter: Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V.

Dienstag, 7. Mai, 19 Uhr

Vortrag über jüdisches Leben in Ludwigshafen

Referent: Dr. Stefan Mörz, Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen

In der Ausstellung, Eintritt frei.   

Von ihrer Gründung ab haben jüdische Mitbürger das Wachsen der jungen Handels- und Industriestadt Ludwigshafen begleitet. Als hervorragende Architekten und Stadtplaner, Förderer von Kultur und Bildung, weltbekannte Mediziner, Gründer der BASF und namhafte Chemiker sowie als erfolgreiche Groß- und Einzelhändler waren sie präsent und erwarben sich große Verdienste. Nach 1900 bot die Stadt verfolgten Juden aus Osteuropa Schutz und Lebensunterhalt. Dr. Stefan Mörz hat 2015 mit anderen Autoren eine umfassende Darstellung zur Geschichte der „Juden in Ludwigshafen“ verfasst.

Donnerstag, 9. Mai, 19.30 Uhr

Making-of Film „Der Kaiser von Atlantis
oder Die Tod-Verweigerung“

Ludwigshafen, Kulturzentrum dasHaus, Bahnhofstraße 30.

Eintritt frei.

Die Kammeroper „Kaiser von Atlantis“
von Viktor Ullmann entstand im KZ
Theresienstadt. Sie wurde 2018 in einer
Zusammenarbeit des Pfalztheaters mit
der Deutschen Staatsphilharmonie
Rheinland-Pfalz und der Initiative
„Ludwigshafen setzt Stolpersteine e. V.“
inszeniert

Sonntag, 12. Mai, 14-18 Uhr

Thementag mit Konzert der Band SHAIAN 

In der Ausstellung, Eintritt frei. 

Öffnung der Ausstellung ab 11 Uhr.

 

Ein Nachmittag mit toller Musik, sympathischen Künstlern aus verschiedensten Ländern, einem leckeren, internationalen Buffet und natürlich der Möglichkeit, die Ausstellung von jungen „Peer Guides“ vermittelt zu bekommen. Der beste Termin, um die Anne Frank-Ausstellung zu erleben! 

Mehr zur Band auf www.shaian.de

Dienstag, 14. Mai, 19.30 Uhr

Opern-Film „Der Kaiser von Atlantis
oder Die Tod-Verweigerung“

Limburgerhof, Capitol Lichtspiel Theater, Speyerer Straße 107 a

Eintritt frei.

Die Kammeroper „Kaiser von Atlantis“
von Viktor Ullmann entstand im KZ
Theresienstadt. Sie wurde 2018 in einer
Zusammenarbeit des Pfalztheaters mit
der Deutschen Staatsphilharmonie
Rheinland-Pfalz und der Initiative
„Ludwigshafen setzt Stolpersteine e. V.“
inszeniert

Montag, 20. Mai, 19 Uhr

Lesung „Die Briefe der Gretl Drexler“

mit Roland Paul und Hannelore Bähr.

Neustadt, Friedrichstr. 36, Kulturverein „Wespennest“.

Eintritt frei.

Der Historiker Roland Paul hat in seinem Buch „Pfälzer Juden und ihre Deportation nach Gurs“ über das Schicksal von über 1.500 Frauen, Männern und Kindern berichtet, die in das Lager im Süden Frankreichs kamen. Unter ihnen war auch Gretl Drexler. Sie schrieb zahlreiche Briefe aus Gurs an ihre Tochter und ihre Schwester, die 2014 in Buchform herausgegeben wurden. (mit Hannelore Bähr, Pfalztheater, und Roland Paul, Arbeitsstelle für Juden in der Pfalz des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde)

Dienstag, 21. Mai, 18 Uhr

Lesung „Die Briefe der Gretl Drexler“

mit Roland Paul und Hannelore Bähr.

Speyer, Historisches Museum der Pfalz, Domplatz 4.

Eintritt frei.

siehe Eintrag für den 20. Mai

Donnerstag, 23. Mai, 18.30 Uhr

Filmvorführung „Zug des Lebens“ (1998)

Ludwigshafen, Matthäuskirche Volkerstraße 13.


Eintritt frei.

Ein jüdisches Schtetl, irgendwo im Osten Europas. Die deutschen Truppen rücken vor, jüdische Dörfer werden eliminiert. Dorfnarr Schlomo hat die rettende Idee: Um der drohenden Deportation durch die Nazitruppen zuvorzukommen, beschließen die Dorfbewohner, sich selbst „zu deportieren“ und vor den Deutschen über Russland bis nach Palästina zu fliehen… (FSK: 6)

Montag, 27. Mai, 19 Uhr

Lesung „Die Briefe der Gretl Drexler“

mit Roland Paul und Hannelore Bähr.

Ludwigshafen, Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63.

Eintritt frei.

siehe Eintrag für den 20. Mai

Montag, 27. Mai, 19.30 Uhr

ARTES extra: Anne Frank.

Ein Programm des Theodor-Heuss-Gymnasiums

In der Ausstellung, Eintritt frei

Die seit einigen Jahren am Theodor-Heuss-Gymnasium stattfindenden ARTES-Abende bieten den Fächern Bildende Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und Deutsch ein Forum, bei dem die verschiedensten Produkte aus Unterricht und Arbeitsgemeinschaften präsentiert werden können. Dieser ARTES extra-Abend zu Anne Frank bezieht erstmals auch das Fach Geschichte ein.

Die Thematik bietet vielfältige Anknüpfungspunkte, um sich mit dem Nationalsozialismus auseinander zu setzen, das zu Schicksalen wie dem Anne Franks führte. Die Jugendlichen haben Zugänge zu einer Thematik gefunden, die  von bedrückender Aktualität ist.

Dienstag, 28. Mai, 18 Uhr

„Wie gewinnt die Demokratie…?“

Finissage des Demokratietagebuchs

Ludwigshafen, Stadtbibliothek, Bismarckstraße 44-48.

Eintritt frei. 

Seit dem 30. Januar führte Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V. ein Demokratietagebuch mit dem Titel „Wiederholung abgelehnt! Wie eine Demokratie zerschlagen wurde“. Hier wird mit historischen Fotografien und mit Überschriften aus den Tageszeitungen reichsweite und lokale Maßnahmen und Ereignisse dokumentiert, die die Demokratie schrittweise ausgehöhlt und zerstört haben. Ein Prozess, der in nur wenigen Monaten die totalitäre Diktatur entstehen ließ. Auch hier in Ludwigshafen… Ein Resümee mit Gespräch, Kunst und Musik.

Dienstag, 28. Mai, 11 Uhr 

„Jugend ohne Gott“ 

nach Ödon von Hórvath.

Gastspiel des Chawwerusch-Theaters

Frankenthal, Wormser Str. 109, „Theater Alte Werkstatt“

Eintritt frei.

Um Anmeldung beim „Theater Alte Werkstatt“ wird gebeten unter  Telefon 06233  354826.

Ein 34-jähriger Lehrer unterrichtet im „Dritten Reich“ Geschichte und Geographie. Aus seiner Sicht ist die junge Generation verroht und scheint kein Gewissen mehr zu haben. Doch er fragt sich: „Was vermag der Einzelne gegen alle?“ und bleibt stumm. Zusammen mit seiner Schulklasse fährt er in ein vormilitärisches Zeltlager. Dort wird ein Schüler erschlagen im Wald gefunden. Schnell wird ein mutmaßlicher Mörder gefasst. Der Lehrer aber weiß mehr und beginnt nach dem wahren Täter zu forschen…

Dieser literarische Stoff aus dem Jahr 1937 wird in Form einer Hörspiel-Performance gezeigt und ist besonders für ein jüngeres Publikum geeignet.

Mittwoch, 29. Mai, 10 Uhr

„Jugend ohne Gott“

nach Ödon von Hórvath.

Gastspiel des Chawwerusch-Theaters

Ludwigshafen DAS HAUS, Bahnhofstraße 30

Eintritt frei.

Um Anmeldung wird gebeten unter  Telefon 0621 5042943
bzw. monika.schill@ludwigshafen.de

 

 

Information siehe Eintrag 28. Mai

ihr weg zur ausstellung

Zugang zur Ausstellung in der gemeinsamen Aula erfolgt über das Theodor-Heuss-Gymnasium.

Navi-Adresse: Freiastraße 10, Ludwigshafen. 

Anreise mit ÖPNV: ab LU Hauptbahnhof ca. 10 min Fußweg über die Brücke (Wendeltreppe führt hinauf, diese sehen Sie beim Verlassen des Bahnhofs rechterhand). 

 

 

 

Herzlichen Dank unseren Förderern

BASF SE

Versicherungskammer Kulturstiftung

Sparkasse Vorderpfalz

FUCHS Schmierstoffe GmbH