„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“

Eine Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Haus.

Vom 6. bis 31. Mai 2019 macht eine ganz besondere Veranstaltung Halt in Ludwigshafen: die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ des Anne-Frank-Zentrums Berlin.

Gastgeber sind die Anne-Frank-Realschule Plus und das Theodor-Heuss-Gymnasium in Ludwigshafen. Der Bezirksverband Pfalz befasst sich mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, organisiert Jugendprojekte und Gedenkfahrten. In diesem Kontext findet auch die Ausstellung, sowie ein weit gefasstes Rahmenprogramm statt.

Die Planungen hierfür laufen, das Rahmenprogramm zur Ausstellung, als diese im Frühjahr 2018 in Pirmasens gezeigt wurde, hier als PDF.

Einen Bericht über die mit der Ausstellung verbundenen Jugendgedenkfahrt finden sie hier zum download.

Die Infos zur Ausstellung  geben Einblick in deren Inhalt.  

„Peer guide“ führungen & Attraktive workshops für Schulen

Bei Interesse an einer „Peer Guide“ Führung kann diese für Schulen kostenfrei bei der Anne Frank Realschule Plus gebucht werden, die genauen Kontaktdaten werden hier bekanntgegeben. Weitere kostenfreie Angebote für Schulen (Workshops unterschiedlicher Themensetzungen) befinden sich demnächst auf dieser Seite. Beispiele aus dem vergangenen Ausstellungsprojekt sehen Sie hier

 

 

Sonntag, 8. April, 11 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ 

Pirmasens, Forum ALTE POST, Poststraße 2

Es begrüßen Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis und Patrick Siegele vom Anne Frank Zentrum, Berlin. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Kaiserslauterer Bandprojekt SHAIAN.

Eintritt frei.

Sonntag, 8. April, 18 Uhr

Filmvorführung „Das Tagebuch der Anne Frank“ (2016)

Kaiserslautern, Union Studio für Filmkunst, Kerststraße 24

Eintritt frei

Nach der Emigration aus Frankfurt versucht die jüdische Familie Frank in Amsterdam einen Neuanfang. Otto (Ulrich Noethen) und Edith Frank (Martina Gedeck) sowie ihre Töchter Anne (Lea van Acken) und Margot (Stella Kunkat) haben sich gerade eingelebt, als die Niederlande von den Deutschen besetzt wird. Als Margot deportiert werden soll, entschließt sich Otto, seine Familie mit Hilfe seiner Sekretärin Miep Gies (Gerti Drassl) zu verstecken. Im Hinterhaus in der Prinsengracht 263 gesellen sich weitere Flüchtige auf engem Raum dazu: Hans (André Jung), Petronella (Margarita Broich), Albert Dussel (Arthur Klemt) und Peter van Daan (Leonard Carow). In ständiger Angst vor ihrer Entdeckung durch die Nazis versuchen sie, einen halbwegs normalen Alltag aufrechtzuerhalten. An Annes 13. Geburtstag erhält sie ein Tagebuch, dem sie fortan ihre Ängste, Träume und Erlebnisse anvertraut…(FSK ab 12)

Freitag, 13. April, 15 Uhr                                     

Samstag, 21. April, 15 Uhr                                      

Sonntag, 29. April, 11 Uhr                                    

Gästeführung „Jüdisches Leben in Pirmasens“

Treffpunkt: Eingang Forum ALTE POST, Poststraße 2, Pirmasens

Teilnahme kostenfrei

Die Führung ist zu 35 Euro auch für Gruppen buchbar unter 06331-842299.

Weitere Informationen beim Stadtarchiv Pirmasens 06331-84-2299.

Schwerpunkt der Stadtführungen wird das Pirmasenser Gedenkprojekt für die Verfolgten der NS-Zeit sein, dessen zentrale Gedenkstätte sich in der Nähe des Forums Alte Post am Bahnhofsvorplatz befindet. Nach der Einweihung des dortigen Stelendenkmals im Jahr 2014 konnten inzwischen mehr als 30 Gedenktafeln, Personen- und Sachtafeln, angebracht werden, die auf Menschen und deren Schicksale aufmerksam machen und die Eigenheiten des NS-Regimes aufzuzeigen, die deren Verfolgung erst möglich machten.

Mehr zum Gedenkprojekt online unter: www.pirmasens.de, Menüpunkt „Gedenken“

Samstag, 14. April, 20 Uhr

Aufführung „Kennen Sie die Milchstraße?“ des Chawwerusch Theaters

Waldmohr, Kulturhalle, Bahnhofstraße 57b

Tickets an der Abendkasse zu 14 Euro, ermäßigt 11 Euro, 

Vorverkauf unter 0651 9790777 oder www.ticket-regional.de zu 12 Euro, ermäßigt 9 Euro      

Sonntag, 15. April, 18 Uhr

Aufführung „Kennen Sie die Milchstraße?“ des Chawwerusch Theaters

Pirmasens, Forum ALTE POST, Poststraße 2

Tickets an der Abendkasse, unter
kartenverkauf@pirmasens.de oder
06331- 842352/06331-2392713 zu 14 Euro, ermäßigt 7 Euro

„Sem“ Kiefer kehrt aus dem Krieg in seinen Heimatort zurück, wo er mittlerweile für tot erklärt wurde. Weil er keine Papiere mehr hat, sein Besitz aufgeteilt wurde und seine Verlobte einen anderen geheiratet hat, kann er nicht mehr in sein altes Leben zurück. Aller Ungläubigkeit des Heimkehrers zum Trotz: Die Mühe der Toterklärung soll nicht umsonst gewesen sein, finden die Behörden-Vertreter, aber auch seine Bekannten und Freunde, die sich mit der Situation ganz gut eingerichtet haben. So nimmt er kurzerhand den Namen eines anderen an – der aber eine kriminelle Vergangenheit hatte… Zurück bleibt die Frage, was das Leben eines Menschen ausmacht: sein biologisches Dasein oder die behördlich-korrekten Daten seines Lebens im richtigen Ausweispapier. Spätestens hier findet sich der Zuschauer im Hier und Jetzt wieder, dem Europa, in dem viele Geflüchtete ohne Pass eine Heimat suchen  (mit Ben Hergl  und Thomas Kölsch).

Montag, 16. April um 19 Uhr

Lesung „Die Briefe von Gretl Drexler“

Pirmasens, Forum ALTE POST, Poststraße 2

Eintritt frei

Donnerstag, 26. April, 19 Uhr

Lesung „Die Briefe von Gretl Drexler“

Landau, Frank-Loebsches Haus, Kaufhausgasse 9

Eintritt frei

Vorab: Gang durch die Ausstellung „Juden in Landau. Vom Mittelalter bis zum Holocaust“ mit Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer, 18 Uhr

Ausstellung und Lesung Eintritt frei

Weniger bekannt als die Biographie der Anne Frank sind die Schicksale anderer Opfer des NS-Regimes, die Ähnliches erlebt und durchlitten haben. Der Historiker und ehemalige Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Roland Paul, hat in seinem 2017 erschienenen Buch „Pfälzer Juden und ihre Deportation nach Gurs“ über das Schicksal von über 1.500 Frauen, Männern und Kindern berichtet, die in dieses Lager im Süden Frankreichs kamen. Für die meisten von ihnen war Gurs End- oder Zwischenstation in die Vernichtungslager im Osten. Unter ihnen war auch Gretl Drexler, geborene Metzger aus Landau, deren Ehemann aus einer alter Pirmasenser Familie stammte. Sie schrieb zahlreiche Briefe aus Gurs an ihre Tochter und ihre Schwester in der Schweiz, die 2014 in Buchform herausgegeben wurden (mit Hannelore Bähr, Pfalztheater, und Roland Paul, Arbeitsstelle für Juden in der Pfalz des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde).

Dienstag, 17. April, 19 Uhr

Autorenlesung mit Marion Bischoff aus dem Roman „Heidelbeerkind“

Hornbach, Historama, Klosterbezirk 1

Eintritt frei

Mittwoch, 25. April, 18 Uhr

Autorenlesung mit Marion Bischoff aus dem Roman „Heidelbeerkind“

Hauenstein, Deutsches Schuhmuseum, Turnstraße 5

Eintritt frei

Clausen, ein kleines Dorf im Pfälzerwald im August 1944: Elise liebt es, die morgendliche Ruhe der Natur auf sich wirken zu lassen. Sie pflückt Heidelbeeren, als sie plötzlich dieses Ächzen hört. Ängstlich und neugierig zugleich sieht sie sich um. Zwischen den Hecken liegt ein verwundeter Soldat. Die Panik ist ihm anzusehen. Obwohl Elise weiß, dass auf die Hilfe für Fahnenflüchtige Zuchthaus steht, versteckt und versorgt sie den Fremden in der Waldhütte ihres Vaters. Doch Nazis lauern überall… Obwohl viele Menschen die Ausmaße des Hitlerregimes gar nicht erfassen konnten, gab es unter ihnen diejenigen, die sich auflehnten und nicht dem verbreiteten Stimmungsbild folgten. Einer dieser Menschen war Elise.

Mittwoch, 18. April, 19 Uhr

Vortrag „Widerstand (un)möglich?! Die pfälzischen Arbeiterparteien im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“

Kaiserslautern, Pfalzbibliothek, Bismarckstraße 17

Eintritt frei

Der Vortrag befasst sich mit Formen und Persönlichkeiten des politischen Widerstands und politischer Verfolgung in der Pfalz zur NS-Zeit. Dazu sprechen zwei ausgewiesene Experten: Dr. Klaus J. Becker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen. Seine Forschungs-schwerpunkte sind die Arbeiter-bewegung in der Pfalz, Hessen und Rheinland-Pfalz. Philippe Haller  studiert Geschichts- und Politik-wissenschaften in Heidelberg und ist Mitglied im Landesvorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz. Seine Forschungsinteressen sind die Arbeiterbewegung sowie Theorie und Geschichte des Sozialismus. Sein derzeitiges Publikationsprojekt war für den Pfalzpreis für Geschichte (Nachwuchspreis) 2017 nominiert.

Sonntag, 22. April, 11 Uhr

Aufführung des Stücks „Anne Frank“ des Pfalztheaters

Zweibrücken, Herzogsaal Stadtmuseum, Herzogstr. 9/11

Eintritt frei

Eigentlich ist Annelies Marie „Anne“ Frank ein Mädchen wie jedes andere auch. Aber Anne muss mit ihrer Familie 1934 aus Deutschland in die Niederlande emigrieren, um dem nationalsozialistischen Terror zu entgehen, ab Juli 1942 versteckt sich die Familie in einem Hinterhaus. Sie hat ihre Träume, ihre Rebellion, ihre geheimen Gedanken und Wünsche, die sie in ihrem Tagebuch festhält. Damit hat sie der Nachwelt ein einzigartiges, zeithistorisches Dokument hinterlassen und wurde selbst zur Symbolfigur gegen die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus (mit Nele Sommer).

Kostenfreie Angebote für Schulen

Die Angebote für Schulklassen finden grundsätzlich im Forum ALTE POST, Poststraße 2, Pirmasens statt und können in Kombination mit dem Ausstellungsbesuch kostenfrei gebucht werden. Bei Interesse wenden sich Schulen an DeniseKamm@pirmasens.de oder Telefon 06331 2392712.

Mittwoch, 25. April, 10.30 Uhr

Aufführung des Klassenzimmerstücks „Anne Frank“ des Pfalztheaters

Dauer: 45 Minuten

 

 

 

Eigentlich ist Annelies Marie „Anne“ Frank ein Mädchen wie jedes andere auch. Aber Anne muss mit ihrer Familie 1934 aus Deutschland in die Niederlande emigrieren, um dem nationalsozialistischen Terror zu entgehen, ab Juli 1942 versteckt sich die Familie in einem Hinterhaus. Sie hat ihre Träume, ihre Rebellion, ihre geheimen Gedanken und Wünsche, die sie in ihrem Tagebuch festhält. Damit hat sie der Nachwelt ein einzigartiges, zeithistorisches Dokument hinterlassen und wurde selbst zur Symbolfigur gegen die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus (mit Nele Sommer).

Mittwoch, 11. April / Donnerstag, 12. April / Freitag, 13. April  / Mittwoch, 18. April  / Freitag, 20. April

Workshop „Archiv als Labor: Schicksale im Nationalsozialismus abseits von Schulbüchern erarbeiten“

Dauer: 90 Minuten

In dem Public History Projekt unter Anleitung von Philippe Haller, Student der Geschichtswissenschaften Universität Heidelberg, sollen sich Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen durch ein „forschendes Lernen“ mit verschiedenen Widerstands- und Opfergruppen beschäftigen. Dazu zählen politische Widerstandskämpfer, Juden, Sinti und Roma sowie „Berufsverbrecher“. Zeitgemäße Fragen rücken dabei ins Blickfeld: Was ist die Wirkungsweise des Nationalsozialismus? War der Nationalsozialismus ein einmaliges geschichtliches Ereignis, oder können ausgrenzende Meinungen und Denkweisen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene heute wieder einen Nährboden finden? Die Beschäftigung mit Originalquellen, die eigenständig ausgewertet werden, sowie die Präsentation der Ergebnisse als Mittel der politischen Bildung sollen zur nachhaltigen Sensibilisierung beitragen.

Montag, 16. April  / Dienstag, 17. April  /  Montag, 23. April / Donnerstag, 26. April / Freitag, 27. April

Workshop „Ellen Bamberger – eine Pirmasenserin, die den Holocaust überlebte“

Dauer: 90 Minuten

Das Stadtarchiv Pirmasens stellt für den Workshop Ausschnitte eines Interviews mit Ellen Bamberger zur Verfügung.  Sie war die Tochter von Alfred Schwerin, der 1944 im Schweizer Exil seine Lebenserinnerung „Von Dachau bis Basel“ verfasste. Selbst wurde sie als 9-jähriges Kind mit einem Kindertransport von Pirmasens nach La Guette in Frankreich verschickt. Mit weiteren 130 Kindern fand sie dort eine vorübergehende Bleibe. Über diese und die weiteren Erlebnisse bis zu ihrer Ausreise nach Amerika berichtet Ellen Bamberger in dem Interview, das ursprünglich von der SHOAH-FOUNDATION geführt wurde.

Für den Workshop mit Archivleiterin Heike Wittmer werden Aspekte des Interviews aufgearbeitet. Anhand ausgewählter Passagen sollen sowohl das persönliche Schicksal von Ellen Bamberger als auch die historische Relevanz ihrer Erlebnisse deutlich gemacht werden. Neben der thematischen Aufarbeitung wird auch ein Zugang durch aktive Elemente geschaffen. Das Angebot richtet sich an die Mittelstufe.

Donnerstag, 19. April / Dienstag, 24. April  / Montag, 30. April / Donnerstag, 3. Mai  / Freitag, 4. Mai

Workshop „Wie hättest du entschieden?“

Dauer: 90 Minuten

Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Autorin Marion Bischoff intensiv mit den Veränderungen, die der Zweite Weltkrieg in ihrem Heimatort brachte. Während der Recherche für ihren Roman „Heidelbeerkind“ sprach sie mit vielen Zeitzeugen. Diese berichteten von den Entscheidungen, die der Krieg ihnen abverlangte: Sollte man als Mutter oder Ehefrau den Sohn und den Mann an die Front ziehen lassen? Durchhalten oder desertieren? Geflüchtete verraten oder verstecken? Den Nachbarn ver- oder misstrauen? Die Entscheidungen des Regimes mittragen oder sich auflehnen?

Die Autorin nimmt die Jugendlichen mit in eine Zeit, in der ihre Vorfahren all diese Entscheidungen treffen mussten. Die jungen Menschen erhalten einen Einblick in Recherchearbeiten, Zeitzeugeninterviews und Feldpost, um sich so einen Zugang zur Gefühlswelt von Soldaten und Familien zu erschließen. Sie sollen nachvollziehen können, wie schwierig es damals war, das Richtige zu tun und dazu zu stehen. Damit wird der Bogen gespannt zur Wirkmacht ihrer eigenen Entscheidungen.

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