„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“

Vom 6. bis 28. Mai 2019 gastiert die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ des Anne-Frank-Zentrums Berlin in Ludwigshafen. Gastgeber sind die Anne-Frank-Realschule Plus und das Theodor-Heuss-Gymnasium in Ludwigshafen in deren gemeinsamer Aula. Der Bezirksverband Pfalz befasst sich mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, organisiert Jugendprojekte und Gedenkfahrten. In diesem Kontext findet auch die Ausstellung, sowie ein weit gefasstes Rahmenprogramm statt. Das vollständige Programm erscheint Ende Februar hier als PDF.

Einen Bericht über die Jugend-Gedenkfahrt anlässlich der letzten Ausstellung finden sie hier.

Die allgemeinen Infos zur Ausstellung geben Einblick in deren Inhalt und das pädagogische Grundkonzept.

 

„Peer guide“ führungen & Angebote für Schulen

Bei Interesse an einer „Peer Guide“ Führung kann diese für Schulen kostenfrei bei der Anne Frank Realschule Plus gebucht werden. Hier führen Gleichaltrige durch die Ausstellung. Ein weiteres kostenfreies Angebot für Schulen ist der Workshop „Wie hättest du entschieden?“ mit Autorin Marion Bischoff. Beispiele aus dem vergangenen Ausstellungsprojekt sehen Sie hier

 

 

Montag, 6. Mai, 19 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ 

Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums & der Anne-Frank-Realschule Plus

Ludwigshafen, Freiastraße 10

Eintritt frei.

Es begrüßen Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, die gastgebenden Schulleiter und Patrick Siegele vom Anne Frank Zentrum, Berlin.

 

Freitag, 24. Mai

Aufführung des Klassenzimmerstücks „Anne Frank“ des Pfalztheaters

Dauer: 45 Minuten

Ludwigshafen, AdRem Jugendtheater

Eintritt frei.

 

 

Eigentlich ist Annelies Marie „Anne“ Frank ein Mädchen wie jedes andere auch. Aber Anne muss mit ihrer Familie 1934 aus Deutschland in die Niederlande emigrieren, um dem nationalsozialistischen Terror zu entgehen, ab Juli 1942 versteckt sich die Familie in einem Hinterhaus. Sie hat ihre Träume, ihre Rebellion, ihre geheimen Gedanken und Wünsche, die sie in ihrem Tagebuch festhält. Damit hat sie der Nachwelt ein einzigartiges, zeithistorisches Dokument hinterlassen und wurde selbst zur Symbolfigur gegen die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus (mit Nele Sommer).

Sonntag, 5. Mai, 11 Uhr

Führung zum Thema Stolpersteine in Frankenthal

Referent: Rüdiger Stein

Treffpunkt vor der Zwölf-Apostel-Kirche, Carl-Theodor-Straße.

Eintritt frei.

 

In Frankenthal erinnern 78 Stolpersteine vor deren ehemaligen Häusern und Wohnungen an das Schicksal jüdischer Menschen. Alle Steine wurden von Bürgerinnen und Bürgern gespendet.

Bei Dauerregen entfällt der Rundgang. Veranstalter: Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

Sonntag, 5. Mai, 15 Uhr

Führung zu den Jüdischen Friedhöfen in Frankenthal

Referent: Werner Schäfer

Treffpunkt ist vor der Trauerhalle des Städtischen Friedhofs, Eingang Wormser Straße.

Eintritt frei.

Über die beiden Jüdischen Friedhöfe in Frankenthal informiert nachmittags Werner Schäfer ab 15 Uhr.

Bei Dauerregen gibt es einen Bild-Vortrag in der Trauerhalle. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1826.

Bei Dauerregen entfällt der Rundgang. Veranstalter: Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

Sonntag, 5. Mai, 17 Uhr

Führung zu Juden in der Innenstadt Frankenthal

Referent: Herbert Baum

Treffpunkt Gedenkplatz (Spielplatz) Glockengasse.

Eintritt frei.

Die Jüdische Gemeinde Frankenthal wurde um 1785 gegründet. Am 28. August 1885 fand die Einweihung einer zweiten, neuen Synagoge in der Glockengasse 12 unter „reger Anteilnahme der Frankenthaler Bevölkerung“ statt, wie die damalige Frankenthaler Zeitungen schrieb. Im Jahr 1900 lebten hier 371 Juden, das waren rund zwei Prozent. 1933 begann die systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung auch in Frankenthal. Viele konnten rechtzeitig flüchten. Die meisten, die in Deutschland blieben, wurden später in den Vernichtungslagern ermordet. Mit der Deportation der 39 noch in Frankenthal lebenden Kinder, Frauen und Männer am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südwestfrankreich endete die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Frankenthals. Heute leben wieder Menschen jüdischen Glaubens aus der ehemaligen Sowjetunion in Frankenthal.

Bei Dauerregen entfällt der Rundgang. Veranstalter: Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal.

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

Dienstag, 7. Mai, 19 Uhr

Vortrag über jüdisches Leben in Ludwigshafen

Referent: Dr. Becker

Ludwigshafen, Stadtarchiv, Rottstraße 17

Info folgt

Dienstag 21. Mai, 19 Uhr

Lesung „Die Briefe der Gretl Drexler“

mit Roland Paul und Hannelore Bähr.

Speyer, Historisches Museum der Pfalz, Domplatz 4

Eintritt frei.

siehe Eintrag für den 20. Mai

Montag, 27. Mai, 19 Uhr

Lesung „Die Briefe der Gretl Drexler“

mit Roland Paul und Hannelore Bähr.

Ort tbc.

Eintritt frei.

siehe Eintrag für den 20. Mai

Montag, 20. Mai, 19 Uhr

Lesung „Die Briefe der Gretl Drexler“

mit Roland Paul und Hannelore Bähr.

Ort tbc.

Eintritt frei.

Der Historiker Roland Paul hat in seinem 2017 erschienenen
Buch „Pfälzer Juden und ihre Deportation nach Gurs“ über das Schicksal von über 1.500 Frauen, Männern und Kindern berichtet, die in das Lager im Süden Frankreichs kamen. Unter ihnen war auch Gretl Drexler, geborene Metzger aus Landau, deren Ehemann aus einer alten Pirmasenser Familie stammte. Sie schrieb
zahlreiche Briefe aus Gurs an ihre Tochter und ihre Schwester, die 2014 in Buchform herausgegeben wurden. (mit Hannelore Bähr, Pfalztheater, und Roland Paul, Arbeitsstelle für Juden in der Pfalz des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde)

Mittwoch, 29. Mai, Uhrzeit offen

„Jugend ohne Gott“ nach Ödon von Hórvath. Gastspiel des Chawwerusch-Theaters

Ludwigshafen, DAS HAUS

Eintritt frei.

Information zum Stück siehe Eintrag 27. Mai

Montag, 27. Mai, Uhrzeit offen

„Jugend ohne Gott“ nach Ödon von Hórvath. Gastspiel des Chawwerusch-Theaters

Frankenthal, Ort offen

Eintritt frei.

Ein 34-jähriger Lehrer unterrichtet im „Dritten Reich“ Geschichte und Geographie. Aus seiner Sicht ist die junge Generation verroht und scheint kein Gewissen mehr zu haben. Doch er fragt sich: „Was vermag der Einzelne gegen alle?“ und bleibt stumm. Zusammen mit seiner Schulklasse fährt er in ein vormilitärischen Zeltlagers. Dort spitzt sich die Situation zu. Ein Schüler wird erschlagen im Wald gefunden. Schnell wird ein mutmaßlicher Mörder gefasst. Der Lehrer aber weiß mehr und beginnt nach dem wahren Täter zu forschen…

Dieser literarische Stoff aus dem Jahr 1937 wird in Form einer Hörspiel-Performance gezeigt und ist besonders für ein jüngeres Publikum geeignet.

Datum und Uhrzeit offen

Filmvorführung zu Anne Frank

Ludwigshafen, Cinema Paradiso, Hemshofstraße 56
Eintritt frei

Nach der Emigration aus Frankfurt versucht die jüdische Familie Frank in Amsterdam einen Neuanfang. Otto (Ulrich Noethen) und Edith Frank (Martina Gedeck) sowie ihre Töchter Anne (Lea van Acken) und Margot (Stella Kunkat) haben sich gerade eingelebt, als die Niederlande von den Deutschen besetzt wird. Als Margot deportiert werden soll, entschließt sich Otto, seine Familie mit Hilfe seiner Sekretärin Miep Gies (Gerti Drassl) zu verstecken. Im Hinterhaus in der Prinsengracht 263 gesellen sich weitere Flüchtige auf engem Raum dazu: Hans (André Jung), Petronella (Margarita Broich), Albert Dussel (Arthur Klemt) und Peter van Daan (Leonard Carow). In ständiger Angst vor ihrer Entdeckung durch die Nazis versuchen sie, einen halbwegs normalen Alltag aufrecht zu erhalten. An Annes 13. Geburtstag erhält sie ein Tagebuch, dem sie fortan ihre Ängste, Träume und Erlebnisse anvertraut… (ersch. 2016, FSK ab 12)

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