Über das Schicksal der „Hambacher“ Emigranten

Vortrag zum Hambacher Fest

Unter dem Motto "Der Freiheit zuliebe nach Amerika" beleuchtet Roland Paul am Mittwoch, 4. April, um 19.30 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6, das Schicksal der "Hambacher Emigranten"; der Vortrag findet im Rahmen einer Reihe anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des Hambacher Festes statt (Eintritt frei). Von Seiten der bayerischen Regierung wie auch des Deutschen Bundes setzte nach dem Hambacher Fest von 1832 eine scharfe Reaktion ein. Die Redner des Festes wurden unter Anklage gestellt und – soweit sie nicht geflüchtet waren – verhaftet. Durch die Flucht ins Ausland entzogen sich viele "Hambacher" einem gerichtlichen Verfahren, das ihnen zu Hause bevorstand. Ein Teil von ihnen, unter ihnen Philipp Jakob Siebenpfeiffer, einer der Initiatoren und Hauptredner des Hambacher Festes, flüchtete in die Schweiz, andere nach Frankreich, zumal in Paris ein Zweigverein des im Januar 1832 in der Pfalz gegründeten Press- und Vaterlandsvereins bestand. Das Gros der politischen Flüchtlinge der Jahre 1832 und 1833 begab sich in die USA. Mehrere von ihnen fanden in den großen amerikanischen Städten New York, Philadelphia und Cincinnati, andere am Ufer des Mississippi eine neue Heimat und bereicherten dort das kulturelle und politische Leben. Der Referent, stellvertretender Leiter des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, hat in den vergangenen Jahren bei seinen Forschungen in den USA die Spuren vieler dieser Emigranten verfolgt und in amerikanischen Archiven interessante Quellen gefunden.