Der Künstler in Rom

Werkbetrachtung in der Ausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe"

Variation von Form und Farbe: Charles Pollocks „Rome Eight“ von 1963 (Foto und © Charles Pollock Archives)

In der Gesprächsreihe „Auf den Punkt gebracht – 15 Minuten Kunst“ stellt Dr. Annette Reich, Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung, am Mittwoch, 4. Oktober, ab 12.30 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) ein Gemälde des amerikanischen Malers Charles Pollock (1902 – 1988) in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Der Eintritt ist frei.

In den Jahren 1962/63 entstand in Rom eine Serie, bestehend aus Gemälden, Aquatinten (Tuschätzung) und Zeichnungen, in der Charles Pollock die Beziehung zwischen Form und Farbe variierte und intensivierte. Pollock war mit seiner Frau Sylvia während eines Sabbatjahres in Europa unterwegs und besuchte unter anderem Italien. „Rome Eight“ aus dem Jahr 1963 wirkt wie ein Vexierbild. Mal tritt die schwarze Fläche in der Mitte plastisch hervor, ein andermal heben sich zwei Farbfelder in gleichem Farbton vor schwarzem Hintergrund ab. Indem der Maler die Flächen nach allen Seiten hin offen lässt, erzielt er eine monumentale Wirkung. Kuratorin Annette Reich erläutert Pollocks Intention und Arbeitsweise, die zeigen, mit welch experimentellem Potential der amerikanische Künstler seinen Weg verfolgte.