Die protestantische Kirchenunion 1818

Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern

Geburtsstunde der vereinigten protestantische Kirche der Pfalz: Unionszug zur Stiftskirche in Kaiserslautern 1818

„‚Sie ziehen Hand in Hand, die Liebe knüpft das Band‘. Die protestantische Kirchenunion zwischen Lutheranern und Reformierten 1818“ – so lautet der Titel des Vortrags am Mittwoch, 6. Juni, um 19 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6, mit dem Historiker und ehemaligen Institutsdirektor Roland Paul (Eintritt frei). Der 300. Jahrestag der Reformation führte auch in der Pfalz zu einer Annäherung der seit nahezu drei Jahrhunderten getrennten protestantischen Konfessionen, den Reformierten und den Lutheranern. In fast allen evangelischen Gemeinden wurde das Jubiläum gemeinsam begangen. Noch im Jahr 1817 kam es zu zahlreichen sogenannten Lokalunionen im „bayerischen Rheinkreis“. Zu Beginn des Jahres 1818 verfügte der bayerische König schließlich eine Abstimmung in allen evangelischen Gemeinden, ob eine Synode eine Union der bisher getrennten protestantischen „Religionsparteien” auf den Weg bringen sollte. Nachdem die Befragten mit überwältigender Mehrheit für eine Vereinigung gestimmt hatten, fand im August 1818 in Kaiserslautern die Unionssynode statt. Es war die Geburtsstunde der vereinigten protestantischen Kirche der Pfalz.