Die Schönheit der verlangsamten Welt

„Klangfarben“-Veranstaltung der Freunde des mpk

Bildausschnitt aus einem gut zehnminütigen Video: Melanie Wioras „Rise and Fall (Still)“ von 2015

Von der Urkraft der Natur: Melanie Wioras Videoinstallation „Rise and Fall, (Still)“ von 2015 (Foto: Melanie Wiora, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, www.bildkunst.de)

Für die nächste Veranstaltung aus der „Klangfarben“-Reihe haben die Freunde des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern am Dienstag, 13. Oktober, um 18 Uhr die Künstlerin Melanie Wiora ins mpk, Museumsplatz 1, eingeladen. Gemeinsam mit Dr. Sören Fischer, dem Leiter der Graphischen Sammlung und Kurator der Ausstellung „de natura“, stellt sie ihre Videoarbeit vor, erläutert deren Entstehungshintergründe und setzt sie mit anderen Werken der zurückliegenden Jahre in Beziehung.

Unter dem Thema „de natura“ („über die Natur“) präsentiert das mpk bis zum 1. November drei Sonderausstellungen, die in unterschiedlichen Positionen künstlerische Annäherungen an zeitgenössische Landschafts- und Naturdarstellung erproben. Im Zentrum steht dabei neben Schwarzweißfotografien von Bernard Descamps und Druckgrafiken von Peter Lang die eindrucksvolle Videopräsentation „Rise and Fall“ von Melanie Wiora. Sich von der Natur gefangennehmen lassen, ihre Urkraft und aufregende Schönheit zu erfahren, das ist mit Wioras Videoinstallation möglich. Ein Schritt und die Besucher befinden sich inmitten eines Naturschauspiels. Die extrem verlangsamte Wiedergabe einer Eruption des isländischen Geysirs Strokkur lässt Ungeahntes im Detail entdecken und entfaltet zugleich einen visuell unentrinnbaren, hypnotischen Sog. Die aktuelle „Klangfarben“-Ausgabe der Freunde des Museums Pfalzgalerie verspricht somit einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Videoentstehung und Einblicke in die künstlerisch-kreativen Schaffensprozesse von Melanie Wiora.

Der Eintrittspreis beträgt zehn Euro als Unterstützung für freiberufliche Künstler. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet das mpk um vorherige telefonische Anmeldung unter 0631 3647-205. Derzeit ist ein Besuch des Museums unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, wie das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und der Einhaltung der Abstandregeln, möglich.