Ein Bernhard für die Pfalz

Bezirkstagsvorsitzender besucht Plastik im KunstKabinett in Tiefenthal

Von Franz Bernhards Plastik „Aufragende“ begeistert (von links): die beiden Projektinitiatoren Manfred Geis, Kunst- und Kulturausschussvorsitzender des Bezirkstags Pfalz, und KunstKabinett-Leiter Wolfgang Thomeczek sowie Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder (Foto: Bezirksverband Pfalz)

„Die Plastik von Franz Bernhard ist imposant und beeindruckend und passt hervorragend vor das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern“, stellt Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder fest, als er vor dem sechs Meter hohen Kunstwerk im Hof des KunstKabinetts Tiefenthal steht. Dort hat er sich mit den beiden Projektinitiatoren Manfred Geis, Vorsitzender des Ausschusses für Kunst, Kultur, pfälzische Geschichte und Volkskunde des Bezirkstags Pfalz, und Wolfgang Thomeczek, Leiter des KunstKabinetts Tiefenthal, getroffen, um sich einen Eindruck von Bernhards Spätwerk zu machen, das in einer Speyerer Werft entstand. Eine Spendenaktion soll helfen, die rund eineinhalb Tonnen schwere „Aufragende“ für die Pfalz zu erwerben. Dass es „Ein Bernhard für die Pfalz“ sein soll, wird dadurch dokumentiert, dass „das Werk bewusst auf dem repräsentativen Platz vor dem mpk in Kaiserslautern aufgestellt werden soll“, so die Initiatoren Geis und Thomeczek.

Franz Bernhard (1934-2013), einer der bedeutenden deutschen Bildhauer, schuf dieses Werk 2012, das sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegt und dem im Bereich der Gestaltfindung zum Thema Mensch eine wegweisende Rolle in der Plastik des 20. und 21. Jahrhunderts zukommt. Der Eindruck balancierender Bewegung und zugleich unveränderlicher Standfestigkeit bestimmt in hohem Maße die Gesamtaussage.

Mit Unterstützung des mpk-Freundeskreises und seiner Vorsitzenden Bettina Bachem sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich an der Spendenaktion zu beteiligen. Für diesen Zweck können Originalzeichnungen von Franz Bernhard, ein Fotomotiv aus dem Jockgrimer Atelier Bernhards in einer Edition von Barbara Klemm, zwei Kleinplastiken von Madeleine Dietz sowie Arbeiten von Friederike Zeit, Valentina Jaffé und Michael Volkmer erworben werden. Editionen von Robert Schad und Michael Dekker sind bereits ausverkauft. Alle Informationen rund um das Projekt geben Manfred Geis, mail@manfredgeis.de, die stellvertretende Museumsdirektorin Dr. Annette Reich, Telefon 0631 3647-203, und Wolfgang Thomeczek, Telefon 0171 5775690.