Erster Präsident des Bundesgerichtshofs kam aus Trippstadt

Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde

"Der Trippstadter Hermann Weinkauff, der erste Präsident des Bundesgerichtshofs" steht im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Daniel Herbe am Mittwoch, 7. Mai, um 20 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6 (Eintritt frei). Die juristische Zeitgeschichte verbindet mit Hermann Weinkauff in erster Linie die Zeit der Präsidentschaft am Bundesgerichtshof in Karlsruhe von 1950 bis 1960 und seine Teilnahme an der so genannten Naturrechtsrenaissance der Nachkriegszeit in Theorie und Praxis. Weithin unbekannt ist allerdings, welche sonstigen Tätigkeiten der 1894 in Trippstadt geborene Hermann Weinkauff zum Beispiel als Staatsanwalt im Bayerischen Staatsministerium der Justiz oder später als Landgerichtspräsident und Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs entfaltet hat. Diesen und den weiteren vielfältigen Tätigkeiten und Wirkungsfeldern geht der Referent aus Fulda nach. Erstmals wertet er neue Quellen aus, die ihm aus Weinkauffs Nachlass, der sich in Privatbesitz befindet, und zahlreichen Archiven zugänglich gemacht wurden. Daraus ergibt sich ein völlig neues, differenzierteres und vollständigeres Bild der Person und des Wirkens von Weinkauff, der 1981 in Heidelberg starb.