Franz von Sickingen in Landstuhl

Seminar der Regioakademie zur pfälzischen Geschichte für Gästebetreuerinnen und -betreuer

Am Samstag, 30. Juni, bietet die Regioakademie eine Fortbildung für Gästebetreuerinnen und -betreuer an, die sich mit Franz von Sickingen in Landstuhl beschäftigt. Das Seminar findet von 9 bis 17 Uhr im Bürgerhaus Landstuhl statt und wird von dem Historiker Dr. Hans-Joachim Kühn geleitet.

Franz von Sickingen lebte von 1481 bis 1523 und ist in der Pfalz sehr bekannt. Neben Kaiser Maximilian I. wird er als letzter Ritter bezeichnet. Er führte nicht nur mehrere Jahre eine Fehde gegen die Reichsstadt Worms, sondern spielte auch eine Rolle bei der Kaiserwahl Karls V.

Sickingen betätigte sich als Kriegsunternehmer in der Pfalz, in Lothringen und den Niederlanden – vergleichbar mit den italienischen Condottieri – und betrieb mit den Silbergruben am Rheingrafenstein ein einträgliches Geschäft. Seine Kontakte zu mehreren Reformatoren werden in der Veranstaltung ebenso angesprochen wie sein letztes ambitioniertes Projekt, mit Hilfe seiner Standesgenossen Kurfürst zu werden. In der Veranstaltung entsteht durch Vortrag, Interpretation des raren Bildmaterials und durch Quellenlektüre ein Lebensbild des Ritters, das auch die allgemeinen Zeitumstände mit berücksichtigt. Besichtigungen der Burgruine Nanstein, des Sickingen-Grabmals in der St. Andreaskirche und der Sickingen-Ausstellung in der Zehntenscheune tragen zur Abrundung dieses Bildes bei.

Die Fortbildung wird in Kooperation mit der Tourist-Info und der Stadt Landstuhl durchgeführt. Die Teilnahme kostet 30 Euro; um Anmeldung bei der Regioakademie wird gebeten bis 15. Juni unter der Telefonnummer 06325 1800-241 (-242/-243) oder per E-Mail an regioakademie@pfalzakademie.bv-pfalz.de.