80 Jahre Deportation nach Gurs

„Gurs“-Gedenkveranstaltungen des Bezirksverbands Pfalz

Der Bezirksverband Pfalz erinnerte an die Deportation der jüdischen Bevölkerung am 22. Oktober 1940 in Form einer kleinen Veranstaltungsreihe im Herbst 2020. Diese liegt als PDF zum Download.

Eine Broschüre zur badischen Landesperspektive der Deportation findet sich auf der Seite der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zum Download.

Vorschau auf 2021

Landesausstellung „Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung
der Jüdinnen und Juden aus Südwestdeutschland.
Eine Ausstellung im Plural“

Am 22. und 23. Oktober 1940 wurden Tausende Jüdinnen und Juden
aus Baden und der „Saarpfalz“ in den unbesetzten Teil Frankreichs deportiert. Offizielle Angaben sprechen von 6.504 Menschen. Die Zahl lag
sicherlich höher. Die französischen Behörden leiteten die Züge in das Lager
Gurs, am Fuße der Pyrenäen, im Herzen des heutigen Departement
Pyrénées-Atlantiques. Gurs hatte im Verlauf seiner Geschichte verschiedenen Funktionen: Es war Flüchtlings-, Internierungs-, Durchgangs- und Konzentrationslager. Einigen Deportierten gelang von dort die Flucht, Hunderte starben. Die meisten Überlebenden wurden 1942 oder 1943 in die deutschen Mordzentren im besetzten Polen verschleppt und ermordet. An diese Verbrechen, wie auch an ihre Nachgeschichte, erinnert die Ausstellung „Gurs 1940“ anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation der Jüdinnen und Juden aus Südwestdeutschland im Plural. Sie bettet regionale Geschichte in deutsch-französische, teils auch europäische Abläufe ein und beleuchtet das Schicksal von Jüdinnen und Juden, betrachtet Täter*innen, Umstehende und Nutznießende in Deutschland und in Frankreich aus verschiedenen Perspektiven. Auch erzählt sie, wie dieser
Verbrechen gedacht wurde und wird.
Die Ausstellung der Bildungs- und Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz Berlin ist in Kooperation mit vielen Partner*innen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie dem Auswärtigen Amt entstanden. Die Ausstellungdurchführung erfolgt in Zusammenarbeit des Bezirksverbands Pfalz mit der Landeszentrale für politische Bildung RLP.

Die Ausstellung eröffnet voraussichtlich im April 2021 in Kaiserslautern und ist im Anschluss in verschiedenen pfälzischen Landkreisen und  Gemeinden zu sehen. Die genauen Termine der Wanderausstellung werden so bald wie möglich hier veröffentlicht.

Sonntag, 25.04.21 & Sonntag, 14.11.21
jeweils um 11 Uhr und 14 Uhr
Stolperstein-Führung in Grünstadt
Grünstadt
Dauer: pro Führung 60-90 Minuten
Anmeldung unter www.kvhs-duew.de oder Tel. 06359 929 7235
Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben“ 2021 erfahren
die Teilnehmer auf einem Rundgang durch die Stadt etwas über das jüdische
Leben in Grünstadt. Das Schicksal von Einzelpersonen wird exemplarisch
an verschiedenen Stolpersteinen dargestellt.
Veranstalter: VHS in Kooperation mit dem Altertumsverein Grünstadt

Sonntag, 25.04.21 & Sonntag, 14.11.21
jeweils um 11 Uhr und 14 Uhr
Führung auf dem jüdischen Friedhof in Grünstadt
Grünstadt
Dauer: pro Führung 60-90 Minuten
Anmeldung unter www.kvhs-duew.de oder Tel. 06359 929 7235
Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben“ 2021.
Die Führung wird Besonderheiten der Bestattungsriten, die Grabinschriften
sowie die Bedeutung eines Friedhofs im Judentum erläutern.
Auch schildert sie die Bedeutung der Lage von Grünstadt zwischen den
SchUM-Städten Worms und Speyer.
Veranstalter: VHS in Kooperation mit dem Altertumsverein Grünstadt