Gesicht und Stimme für das Biosphärenreservat Pfälzerwald

iosphären-Guides erhalten Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Sind im Auftrag des Biosphärenreservats als Modellregion für nachhaltige Entwicklung unterwegs: die Biosphären-Guides für den Pfälzerwald wurden als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet (Bild: Biosphärenreservat)

Das Projekt Biosphären-Guides des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Bei den Biosphären-Guides handelt es sich um 22 Personen, die alle bereits Waldpädagogen oder Natur- und Landschaftsführerinnen für verschiedene Gebiete des Pfälzerwalds waren und die sich bei einer Fortbildung noch intensiver mit den Landschafts- und Naturräumen sowie mit der Funktion des Biosphärenreservats als Modellregion der UNESCO für nachhaltige Entwicklung beschäftigt und sich so als Biosphären-Guides qualifiziert haben.

Das Projekt Biosphären-Guides unterstützt dabei, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Gesicht und Stimme zu geben, Gästen wie Einheimischen dessen Schönheit, Einzigartigkeit und Vielfalt näherzubringen und gleichzeitig Zielsetzung und Auftrag des Schutzgebiets zu vermitteln, wozu auch der Schutz der biologischen Vielfalt gehört. Die Qualifizierung wird durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

Termine mit den Biosphären-Guides

Die nächste Guide-Führung steht bereits am Sonntag, 13. September, an. Andrea Frech nimmt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter dem Titel „Wo sich Wald, Wein und Weide küssen…“ mit auf eine Entdeckungstour entlang des Burgunderwegs um Annweiler-Gräfenhausen. Von 13 bis 16.30 Uhr geht es dabei unter anderem am Beweidungsprojekt des Biosphärenreservats mit Heckrindern, Eseln und Ziegen vorbei. Anmeldeschluss ist der 11. September, 12 Uhr. Am Sonntag, 4. Oktober, erläutert Heidrun Knoch auf der Tour „Die drei Musketiere“, wie Eiche, Fichte und Kastanie dem Klimawandel trotzen. Der Rundgang von 13.30 bis 17 Uhr beginnt in der Nähe von Bad Bergzabern und erstreckt sich über etwa vier Kilometer. Anmeldungen sollten erfolgen bis 02. Oktober, 12 Uhr, an info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de oder 06325 9552-0.

Weitere Termine gibt es im Oktober, diese und weitere Angebote des Biosphärenreservats finden sich unter www.pfaelzerwald.de/termine.

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltigen Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen können.

Zum Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald hat mit seinen Biosphären-Guides an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Fachjury, an der Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind, hat über die Auszeichnung der eingereichten Projekte entschieden. Die UN-Dekade Fachjury tagt zweimal im Jahr. Zur Beteiligung am Wettbewerb bestehen keine Fristen. Eine Bewerbung als UN-Dekade-Projekt erfolgt online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.undekade-biologischevielfalt.de.

Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten wiederspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme mit ihren verschiedenen Ökosystemleistungen.