Handarbeit – was ist das?

„Art after Work“ im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Setzt vorbildlich eine Idee kunsthandwerklich um: Jungfrauenbecher, gefertigt von Hans Kellner in Nürnberg 1593/1602 (Foto und © mpk)

„Handarbeit – was ist das?“ – um diese Frage geht es in Art after Work am Dienstag, 6. März, um 19 Uhr mit Dr. Svenja Kriebel im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1. Die Banausen verrichteten im antiken Griechenland die Handarbeit. „Bànausos“ bezeichnete damals den Beruf des Handwerkers: Platon und Aristoteles sahen in der handwerklichen Arbeit eine deutlich geringer zu bewertende Tätigkeit als ein philosophisches Ringen um Erkenntnis für die Polis (den Staat). Anders als in der Antike verbindet man heute im Handwerk beide Fähigkeiten, nämlich Ideen zu entwickeln und diese bis zum fertigen Ergebnis umzusetzen. Dazu bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes, der Erfahrungen sowohl im Umgang mit dem Material als auch Irrtümer und Erfolge einschließt. Technisches Verständnis ist hier zudem über das Zusehen erlernbar. Doch es stellt sich die Frage, ob wir nicht schon einen Schritt weiter sind. Reicht heute bald wieder allein der Gedanken Arbeit, wenn IT-Technologie vermeintlich die Aufgaben früherer Hände Arbeit übernimmt? Und was hat der Hände Arbeit mit der Ausrichtung von Gedanken zu tun? Mit Hilfe von Skulpturen und kunsthandwerklichen Objekten aus der Sammlung des mpk wird ein Bogen von Kunst und Kunsthandwerk zu neuester Technologie geschlagen. Der Abend klingt an der Bar bei einem Glas Sekt aus. Art after Work findet regelmäßig jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr statt. Um verbindliche Anmeldung bis Montag, 5. März, wird unter der Telefonnummer 0631 3647-201. Der Eintritt inklusive Führung und ein Glas Sekt beträgt 7,50 Euro.