Höchstdotierter deutscher Dramatikerpreis an Fritz Kater

Else Lasker-Schüler-Stückepreis an Almut Baumgarten

Der "Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2008" des Pfalztheaters Kaiserslautern, ausgelobt von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, geht an Fritz Kater. Er erhält damit den mit 15.000 Euro höchstdotierten deutschen Dramatikerpreis für sein dramatisches Gesamtwerk. Der Jury unter Vorsitz des Pfalztheater-Intendanten Johannes Reitmeier gehörten Prof. Dr. Franziska Schößler, Jürgen Berger, Wolfgang Bergmann, Gerhard Jörder und Ulrich Khuon an. Sie vergibt den Hauptpreis an Fritz Kater, "weil er wie kein Zweiter von den kleinen Fluchten und großen Sehnsüchten heutiger Menschen erzählt und die Gegenwartsdramatik mit neuen Erzähltönen bereichert". Er erfülle die jüngste gesamtdeutsche Geschichte mit Leben und Liebe, Poesie und Pathos. Zu Katers erfolgreichsten Stücken zählen "Fight City. Vineta" (2001), "zeit zu lieben zeit zu sterben" (2002), "We ARE CAMERA/jasonmaterial" (2003), "3 von 5 Millionen" (2005) und "Heaven (zu Tristan)" (2007).

Den mit einem Preisgeld von 5.000 Euro ausgestatteten "Else Lasker-Schüler-Stückepreis" erhält Almut Baumgarten für ihr Schauspiel "Tank". "In ihrem Debütstück führt sie mit bösem Witz und kalter Poesie den Horror einer Medienwelt vor, in der Halbwüchsige realen Mord und Killerspiel nicht mehr auseinander halten können und Erwachsene ihre emotionale Leere hinter besserwisserischem Gerede kaschieren", begründete die Jury ihre Wahl. Mit dem Stückepreis ist die Möglichkeit verbunden, als Theaterschreiber bis zu einem Jahr am Pfalztheater Kaiserslautern mitzuarbeiten, die Mittel hierfür belaufen sich auf 10.000 Euro. Die Uraufführung von "Tank" wird in der Spielzeit 2008/09 am Pfalztheater Kaiserslautern stattfinden. Die Preise, die die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur alle zwei Jahre auslobt, werden am 2. April im Frankfurter Hof in Mainz von Ministerpräsident Kurt Beck und Kulturministerin Doris Ahnen verliehen.