Jazz und gegenstandslose Malerei

Klang und Farben treffen sich im Museum Pfalzgalerie

Folgt keiner Kompositionsregel: Ernst Wilhelm Nays „Licht“ von 1964

In der Reihe „Klangfarben – Kunstwerke der Pfalzgalerie und Musik aus ihrer Zeit“ treffen am Dienstag, 8. Februar, um 18 Uhr Jazz und Informel im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern aufeinander. Informelle Kunst ist der Oberbegriff für die Stilrichtungen der abstrakten, im Sinne einer nicht-geometrischen, gegenstandslosen Kunst in den europäischen Nachkriegsjahren, die ihre Ursprünge Mitte der 1940er Jahre in Paris hat. Im Gegensatz zur geometrischen Abstraktion lehnt die informelle Kunst jegliche organisierte Formstruktur ab. Die informelle Malerei besitzt keine festen Kompositionsregeln. Durch neu erfundene Zeichen sowie spontane Rhythmik von Linien und Farbflecken drücken sich die geistigen Impulse der Maler unmittelbar aus. „Automatische Handschrift“, Zufall, leuchtende Farbklänge sowie unterschiedliche Materialien, wie Sand und Drahtgeflecht, kommen als Gestaltungsmittel zum Einsatz. Werke von Hans Arp, Willi Baumeister, Hans Hartung, André Masson, Ernst Wilhelm Nay, Fritz Winter und Bernard Schultze stehen im Mittelpunkt der Kunstbetrachtung der stellvertretenden Museumsleiterin Dr. Annette Reich, die auch auf die Bedeutung des Informel für die Moderne eingeht.

Der Eintritt zur Veranstaltung, die die Freunde des Museums Pfalzgalerie anbieten, beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro und ist für Schüler und Studierende frei. Stücke von Duke Ellington bis Joe Zawinul spielt das „Rittersberg Jazz Quartett“ des Kaiserslauterer Gymnasiums am Rittersberg mit Florian Boos (Tenorsaxophon), Simon Graeber (Klavier), Oliver Lang (Bass) und Sebastian Meyers (Schlagzeug). Weitere Informationen unter www.pfalzgalerie.de.