Klosterforschung in der Pfalz

Interdisziplinäres Klostersymposion in Wachenheim

Prägen bis heute die pfälzische Kulturlandschaft: Baudenkmäler wie das Kloster Limburg

Von 12. bis 13. März veranstaltet das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserlautern das erste interdisziplinäre pfälzische Klostersymposium in der Lutherischen Kirche, Langgasse 6 in Wachenheim. Unter dem Leitthema „Klosterforschung in der Pfalz" will der Veranstalter die historische, archäologische und baugeschichtliche Bedeutung von Klöstern allen Interessierten näher bringen. Die Pfalz galt seit dem frühen Mittelalter, vor allem aber vom 12. bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts als ein Kernland des Reiches und ist dadurch mit einer großen Dichte an Burgen gesegnet. Weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass die Region auch zu den ausgesprochenen Klosterlandschaften des alten Reiches zählt. Etwa 150 geistliche Gemeinschaften waren und sind in der Pfalz in Stadt und Land ansässig. Gerade die Klosterkirchen zählen trotz baulicher Verluste zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Pfalz. Die Geschichte der einzelnen Klöster ist eng mit der Regionalgeschichte verwoben und prägt bis heute die pfälzische Kulturlandschaft.

Das Symposion beginnt am Freitag um 17 Uhr mit begrüßenden Worten des Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder sowie des Wachenheimer Stadtbürgermeisters Torsten Bechtel. Im sich daran anschließenden Festvortrag stellt Prof. Dr. Hans Ammerich die Klosterlandschaft Pfalz vor. Anschließend sind die Teilnehmer zu einem Umtrunk eingeladen. Am Samstag stehen ab 9.15 Uhr sieben Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen auf dem Programm: Jürgen Keddigkeit gibt zunächst einen Überblick über den Stand der Klosterforschung in der Pfalz. Dr. Joachim Kemper stellt das virtuelle Urkundenarchiv „Monasterium" vor, das bayerische und womöglich zukünftig auch rheinpfälzische Klosterurkunden im Internet zugänglich macht. Thorsten Unger thematisiert die Umwandlung von Klöstern in weltliche Kollegialstifte am Beispiel Klingenmünsters. Die Geschichte des Klosters Hausen bei Bad Dürkheim steht im Zentrum des Vortrags von Sarah Brötz. Am Nachmittag setzt Dr. Pia Heberer mit ihrem Beitrag zum Kloster Hornbach, „Eine bisher unbekannte Klosterkirche des 11. Jahrhunderts", die Tagung fort. Dr. Heribert Feldhaus geht anschließend auf die Baugeschichte des Klosters Eußerthal ein, bevor Dr. Michael Werling zum Abschluss über das Kloster Otterberg und seine Steinmetzzeichen spricht.

Die Teilnahme an der Tagung, die gegen 17.15 Uhr endet, ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten beim Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Benzinoring 6, 67657 Kaiserslautern, Telefon 0631 3647-303, Fax 0631 3647-324, info@institut.bv-pfalz.de. Ein ausführliches Programm ist dort erhältlich und steht im Internet unter pfalzgeschichte.de (Nachrichten) zum Herunterladen zur Verfügung.