Max Slevogt – Impression und Phantasie

Ausstellung zum 150. Geburtstag im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern besitzt viele seiner Werke: Max Slevogts „Winterlandschaft bei Neukastel“ von 1927 (Foto und © mpk)

Unter dem Titel „Max Slevogt – Impression und Phantasie“ zeigt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) vom 17. März bis 13. Mai Malerei und Graphik des Künstlers. Die Ausstellung anlässlich seines 150. Geburtstags wird am Freitag, 16. März, um 19 Uhr mit dem Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder, Museumsdirektorin Dr. Britta E. Buhlmann und Kurator Dr. Heinz Höfchen eröffnet. Sie zeigt facettenreich einen Überblick zum Schaffen des großen impressionistischen Meisters, gestaltet aus den umfangreichen Beständen des Museums, das bereits 1925 Slevogts erste museale Ausstellung präsentiert hat.

Max Slevogt gehört mit Lovis Corinth und Max Liebermann zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus. Neben seinem malerischen Werk steht gleichbedeutend ein grandioses zeichnerisches und druckgraphisches Schaffen, das als Höhepunkt der deutschen Buchillustration im 20. Jahrhundert gilt. Einem breiten Publikum bekannt sind etwa die durch viele Auflagen und Ausgaben populären Illustrationen zu James Fenimore Coopers „Lederstrumpf“ oder die Lithographien zum „Leben des Benvenuto Cellini“, von denen Werkbeispiele in der Ausstellung zu sehen sind. Das mpk verfügt in erster Linie auch über herausragende Gemälde Slevogts, darunter eines seiner Hauptwerke, das in Godramstein gemalte „Familienbild“ von 1911, das ihn mit Frau und Kindern sowie den beiden Großmüttern zeigt. Beginnend mit der 1897 entstandenen „Scheherezade“ sind mit dem bedeutenden Komplex an Slevogtschen Arbeiten im mpk alle wichtigen Phasen seines Werkes mit beeindruckenden, exquisiten Beispielen belegt. Slevogts Stilfindung im deutschen Impressionismus, künstlerisch und auch persönlich, zeigt sein eindringliches „Bildnis Max Liebermann“, das als eines der besten Liebermann-Porträts überhaupt gilt.

Geboren ist der später mit Berlin und der Pfalz verbundene Max Slevogt 1868 als Sohn eines Hauptmanns im bayerischen Landshut. Er beginnt ab 1885 ein Studium an der Münchener Akademie der bildenden Künste, an das sich 1889 ein Besuch der damals renommierten Académie Julian in Paris anschließt. 1890 unternimmt der junge Künstler eine Italienreise. Danach ist er wieder in München tätig und arbeitet unter anderem für die Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“. 1898 heiratet er die aus dem pfälzischen Godramstein stammende Antonie Finkler. Diese Verbindung stärkt Slevogts Beziehungen in die Pfalz: Später wird er aus dem Besitz der Familie seiner Frau das Hofgut Neukastel erwerben und dauerhaft einen Teil des Jahres in der Pfalz verbringen. Im Jahr 1900 übersiedelt der Künstler nach Berlin und schließt sich dem Kreis der Berliner Secession an. 1914 wird er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und 1917 Vorsteher eines Meisterateliers an der Akademie. Max Slevogt stirbt 1932 auf Neukastel, wo sich auch sein Grab befindet.

Ein didaktisches Angebot für Jung und Alt ist in die Ausstellung integriert: Farbe mit Kinderaugen begegnen, eintauchen in den Wilden Westen, Hintergrundwissen zu Max Slevogt auffrischen – das alles und noch mehr bietet die museumspädagogische Lounge im Westflügel. Das mpk am Museumsplatz 1 ist dienstags von 11 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie an Ostermontag geöffnet.