Meisterschule zukunftsfähig gestaltet

Zum Tod des ehemaligen Schulleiters Helmut Carmine

Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand 1988: Helmut Carmine

Geboren an einem Pfingstsonntag, starb Helmut Carmine, ehemaliger Leiter der Meisterschule für Handwerker, 83-jährig am Pfingstsonntag und wird am Freitag zu Grabe getragen. „In seiner 20-jährigen Tätigkeit als Schulleiter hat er die Kaiserslauterer Bildungsstätte des Bezirksverbands Pfalz zukunftsfähig gestaltet, so dass sie nach wie vor für Jugendliche in der Erstausbildung sowie Weiterbildungswillige hoch attraktiv ist und Handwerksbetriebe und Unternehmen die Absolventen schätzen", würdigte Schulleiter Eckhard Mielke die Leistungen seines Vorvorgängers.

Helmut Carmine wurde am 23. Mai 1926 in Kaiserslautern geboren. Nach dem Abitur 1944, nach Kriegsdienst und -gefangenschaft, studierte er von 1946 bis 1948 pharmazeutische Chemie in Karlsruhe und ließ sich anschließend zum Kesselschmied bei der Firma Faber in Kaiserslautern ausbilden. Dort arbeitete er als Geselle, bis er 1954 Teilhaber der Firma wurde. Von 1953 bis 1957 absolvierte er Prüfungen für Autogen-, Lichtbogen-, Kunststoff-, Kessel- und Lehrschweißer und legte die Meisterprüfung im Schweißerhandwerk ab. Sodann folgte ein Studium am Berufspädagogischen Institut in Frankfurt am Main, das er mit der Lehramtsprüfung für Berufsschulen, Fachrichtung Metall, abschloss. Nach seinem Referendariat kam er 1962 als Lehrkraft an die Meisterschule für Handwerker, deren Leitung er von 1968 bis 1988 versah. Auch nachdem Carmine in den Ruhestand wechselte, nahm der Oberstudiendirektor bis zum Schluss an vielen Veranstaltungen der Schule teil und interessierte sich für ihre Weiterentwicklung.