Neues aus der Burgenforschung

Grenzüberschreitendes Burgensymposion in Bad Bergzabern

Eine der Anlagen im Fokus des Burgensymposions: die Burg Landeck bei Klingenmünster

Das Treffen der deutsch-französischen Burgenfreunde, um neue Ergebnisse der Burgenforschung im Elsass und in der Pfalz zu erörtern, ist inzwischen eine feste Institution. In diesem Jahr findet das grenzüberschreitende Burgensymposion am 4. und 5. September im Haus des Gastes in Bad Bergzabern statt. Wie gewohnt beleuchten namhafte Historiker, Bau- und Kunsthistoriker sowie Archäologen die historische, baugeschichtliche, militärische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung von Burgen in der Pfalz und im Elsass. Das Symposion beginnt am Freitag um 15 Uhr mit einer Besichtigung der Burg Landeck bei Klingenmünster (Treffpunkt: Parkplatz am Haupttor der Burg). Die Tagung wird um 19 Uhr in Bad Bergzabern im Haus des Gastes, Rötzweg 7, mit begrüßenden Worten von Institutsdirektor Dr. Theo Schwarzmüller, Bürgermeister Harald Bratz, Bernard Weigel vom Cercle d’Histoire et d’Archéologie de l’Alsace du Nord, Rüdiger Mertens von der Deutschen Burgenvereinigung und Dr. Andreas Imhoff vom Historischen Verein Bad Bergzabern eröffnet. Im sich daran anschließenden Vortrag beschäftigt sich Dr. Stefan Ulrich mit „Den Befestigungen Bergzaberns und ihrer Rolle im pfalz-zweibrückischen Wehrbau“.

Am Samstag stehen ab 9.30 Uhr sieben Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen auf dem Programm: So geht Rolf Übel auf die römische Vergangenheit südpfälzischer Burgen ein und Dr. Jean-Michel Rudrauf stellt die Wasenburg als ein Beispiel zur Entwicklung des elsässischen Burgenbaus in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts vor. Frank Wittowski beleuchtet die Grabungen und Grabungsfunde von Burg Neukastel und Dr. Marc Shampion berichtet über neue Grabungsergebnisse von Burg Schöneck. Prof. Dr. Rainer Schlund beleuchtet das Thema „Pfälzische Burgen und Bergbau“ und Olaf Wagener legt einen Arbeitsbericht über „Friedrich I. der Siegreiche von der Pfalz als Angreifer von Burgen und Städten“ vor. Zum Abschluss erläutert Klaus Beck Konzeption und Inhalt eines Jugendbuchs zur Burg Neuscharfeneck bei Dernbach.

Die Teilnahme an der Tagung, die gegen 17.30 Uhr endet, ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten beim Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Benzinoring 6, 67657 Kaiserslautern, Telefon 0631 3647-303, Fax 0631 3647-324, info@institut.bv-pfalz.de. Ein ausführliches Programm ist dort erhältlich und steht im Internet unter www.pfalzgeschichte.de (Nachrichten) zum Herunterladen zu Verfügung.