Perfektion handwerklichen Könnens

Gespräch in der Ausstellung „Schlüssel und Schloss“ im mpk

Prunkstück aus dem 17. Jahrhundert: großes Türschloss mit Drücker und Riegelschließen (Foto und © mpk)

Ein Gespräch über „Schlüssel und Schlösser: Perfektion handwerklichen Könnens“ bietet Kuratorin Dr. Svenja Kriebel am Dienstag, 30. Januar, um 18 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, in der Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data“ an. Niemand vermag, sich der Faszination zu entziehen, die Schlüssel und Schlösser vergangener Zeiten aufgrund ihrer mechanischen Präzision und des handwerklichen Aufwands, mit dem sie hergestellt sind, ausüben. Hinzu kommt eine mitunter große Liebe zum technischen Detail und zur formvollendeten Verzierung. Einfache und komplexere Schließmechanismen werden vorgestellt und soweit möglich in ihre kulturgeschichtlichen Zusammenhänge gestellt: Heute sind die meisten Schlösser der kunsthandwerklichen Sammlung des mpk ihrer Funktion im ursprünglichen Sinne beraubt; längst verloren sind die dazugehörigen Holztruhen und -türen. Die Frage, was sie einst verschlossen oder vor unbefugtem Zugriff geschützt haben, lässt durch die zeitliche Distanz auch über unser heutiges Verhalten nachdenken: Wann reglementieren wir Zugriff oder Zutritt? Wie hoch schätzen wir aktuell eine Grenze zwischen innen und außen, privat und öffentlich, deren sichtbare Grenzsituation Türen oder Schlösser markieren?