Pfälzer Malern begegnen

Art after Work und Kunst am Mittag im mpk

Farbenfroh: Hans Purrmanns „Bodenseelandschaft mit badenden Jungen“ von 1922 (Foto: Gunther Balzer © Erbengemeinschaft nach Dr. Robert Purrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019)

Mitte Januar widmen sich im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, zwei Veranstaltungen zwei Pfälzer Malern, deren Arbeiten in der derzeitigen Sonderausstellung „Purrmann, Waldschmidt & Co.“ zu sehen sind. In der nächsten Ausgabe von „Art after Work“ am Dienstag, 14. Januar, um 19 Uhr stehen Hans Purrmanns italienische und deutsche Landschaftsbilder sowie seine Stillleben im Fokus der Führung. Komposition, Farbe und das Wechselspiel der Muster sind Ausgangspunkt des Gesprächs, in dem Dr. Claudia Groß der Frage nachgeht, woher der Künstler seine Anregungen nimmt und wie stark der französische Einfluss auf ihn ist. Das mpk besitzt rund 20 Gemälde des gebürtigen Speyerers, darunter Landschaften, Stillleben, Portraits, Akte und ein Interieur; der Künstler sagte einmal: „der Natur entrücke ich mich niemals“. Die Führung und ein Glas Sekt kosten 7,50 Euro; um eine verbindliche Anmeldung wird bis Montag, 13. Januar, unter der Telefonnummer 0631 3647-201 oder per Mail an anmeldung@mpk.bv-pfalz.de gebeten.

Einen Tag später, am Mittwoch, 15. Januar, um 12.30 Uhr lädt das mpk zu einer 15-minütigen Kunstpause am Mittag ein (Eintritt frei). Die stellvertretende Museumsdirektorin und Ausstellungskuratorin, Dr. Annette Reich, bringt Ludwig Waldschmidts Natur im Bild auf den Punkt. Der Kaiserslauterer Künstler – weitgehend ein Autodidakt – gehört seinem Geburtsjahr 1886 zufolge zur Generation der deutschen Expressionisten. Den Stationen München und Frankfurt am Main folgte 1926 die Übersiedelung nach Berlin-Charlottenburg. Neben der Darstellung der Arbeitswelt, die seit den 1920er Jahren ein zentrales Thema in seinem Schaffen einnimmt, und dem Bereich des Sports, widmet er sich der Landschaft. Sein abstrahiertes Motiv der Kiefernwälder um Kaiserslautern, das er pointiert in farbintensiver Malerei und ausdrucksstarker Graphik umgesetzt hat, steht im Mittelpunkt des Gesprächs.