Schmerzensmann und Frauendarstellung

Feiertagsführungen im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Frauendarstellung von August Macke: „Elisabeth am Schreibtisch“ von 1911 (Foto und © mpk)

An Ostern gibt es im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, zwei Führungen, die hervorragende Werke der Sammlung in den Blick nehmen. Am Sonntag, 1. April, um 15 Uhr geht es um „Glaube und Schmerz“. Am wichtigsten Fest im Christentum feiern Gläubige die Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Schmerz und Tod finden ihren Ausdruck auch in der christlichen Kunst. Dr. Claudia Gross bespricht beim Rundgang folgende Fragen: Auf welche Art und Weise zeigen Künstler des ausgehenden Mittelalters Schmerz und Trauer? Welche Einzel- oder Gruppenfiguren eignen sich besonders zur Darstellung? Der „Nördlinger Engel“ (1462) von Niclaus Gerhaert von Leyden, ursprünglich zur Kreuzigungsgruppe des Hochaltars von St. Georg in Nördlingen gehörend, zeigt die Trauer des Engels über das Ereignis der Kreuzigung. Betrübt hält er eine Hand an seine Wange. Einen besonderen Typus in der christlichen Formensprache stellt der „Schmerzensmann“ dar. Christus präsentiert seine Wundmale. Er wird als Leidender gezeigt, zu dem der Betrachter eine innerliche Beziehung aufbauen soll. In diesen Kontext gehört auch die Darstellung der Muttergottes Maria mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus, die sogenannte Pietà. Am Montag, 2. April, um 15 Uhr lassen sich bedeutende Frauendarstellungen als Höhepunkte der Sammlung entdecken. Nicht allein im Porträt, sondern auch als Allegorie oder Teil einer mythologischen Geschichte rückt die Frau in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei wird der Bogen von Gabriel von Max‘ „Atropa Belladonna“ und Arnold Böcklins „Nessus und Deianeira“ bis zu August Mackes Bildnis seiner Frau „Elisabeth am Schreibtisch“ und Alexander Kanoldts „Jungem Mädchen im rosa Kleid“ gespannt.