Tibetische Klangschalen im Dialog mit „schwarzen Gemälden“

Meditativer Abend in der Pfalzgalerie

"Die Tiefe des Raumes: Tibetische Klangschalen – sichtbar, hörbar, erfahrbar" – so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am Dienstag, 10. Juli, um 18 Uhr ein besonderes Kunsterlebnis in der Pfalzgalerie Kaiserslautern bietet, das verschiedene Sinne anspricht (Eintritt: 5 Euro). In der Ausstellung "Norbert Frensch – Malerei, Schwarz und Grau" entführt Sylvia Greiner vom Klang- und Ton-Studio, Kaiserlautern, die Besucher in die traumhafte Welt der Klänge tibetischer Klangschalen, deren Schwingungen sich im Raum ausbreiten und die Fantasie anregen. Die spannungsvolle Einheit aus Klang und Bild soll dazu anregen, einen Moment Abstand zum Alltag zu gewinnen, loszulassen und innere Welten zu erleben.

Der meditativen Wirkung der "schwarzen Gemälde" von Norbert Frensch kann sich kaum ein Betrachter entziehen. Besonders die großformatigen Ölgemälde, die das Museum des Bezirksverbands Pfalz noch bis zum 15. Juli zeigt, üben mit ihren tiefschwarzen, spiegelnden Oberflächen eine faszinierende Wirkung aus und stellen gewohnte Sehweisen in Frage. Durch eine sensible Lichtführung setzt sich der Künstler mit Materie, Form und Raum auseinander. Aus dem glänzenden Schwarz tauchen Lichtreflexe auf, die sich dreidimensional entfalten und an die Form einer Schale erinnern. Doch sobald man die "Schale" erkannt hat, verschwindet sie schon wieder im tiefschwarzen Bildgrund und der Betrachter wird mit seiner eigenen, sich in der Bildoberfläche spiegelnden Körpersilhouette konfrontiert. Nicht der Gegenstand oder die figürliche Erscheinung stehen im Mittelpunkt der Darstellung, sondern die Sinnes- und Gefühlseindrücke, die bei der Wahrnehmung der großformatigen Bilder hervorgerufen werden.