Vielseitige Beweidung

Fleisch der Weiderinder vom Wingertsberg beim Gräfenhausener Weinfest zu genießen

Grasen auf kräuterreichen Wiesen und fördern gleichzeitig die Artenvielfalt: Heckrinder im Beweidungsgebiet am Wingertsberg in Gräfenhausen (Bild: Biosphärenreservat/frei)

Es ist ein buntes Team mit viel Nachwuchs: Seit 2015 sind am Gräfenhausener Wingertsberg Esel, Ziegen und Heckrinder am Schaffen, um möglichst viel Gestrüpp zu vertilgen. In diesem Jahr haben hier bisher ein Eselchen, 14 Zicklein und vier Kälber das Licht der Welt erblickt. Gemeinsam rücken die Tiere einem breiten Spektrum an unerwünschten Pflanzen zuleibe, sodass sich mittlerweile eine attraktive mosaikartige Landschaft mit einer hohen Artenvielfalt gebildet hat. Hier fühlen sich zum Beispiel Zauneidechsen, Heuschrecken und Laufkäfer wohl.

Die Heckrinder – eine Abbild-Züchtung des Auerochsen – grasen auf kräuterreichen Wiesen, haben viel Bewegung und wachsen in tiergerechter Mutterkuhhaltung im Herdenverband auf. Das Fleisch der Rinder können Gäste beim Gräfenhausener Weinfest am 15. und 16. Juni probieren. In der Dorfmitte wird samstags ab 17 Uhr Weiderindfleisch mit Meerrettich serviert, sonntags ab 11.30 Uhr gibt es Burgunderbraten. Das hochwertige Fleisch, das sich durch eine feine Marmorierung und einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren auszeichnet, ist in vielseitigen Variationen auch in zehn Partner-Restaurants des Biosphärenreservats zu haben, die sich an den kulinarischen Weiderindtagen vom 14. bis 28. Juni beteiligen. Um welche Restaurants es sich dabei handelt, ist unter www.pfaelzerwald.de/termine zu erfahren. Der Beweider Bernd Völlinger, dem die Tiere gehören, bietet das Fleisch der Rinder zudem alle sechs bis acht Wochen beim Weingut Schneider in Gräfenhausen zum Verkauf an. Das naturnah erzeugte Fleisch kann auch direkt bei Bernd Völlinger bezogen werden, seine Telefonnummer lautet 0171 5045410.

Wer das Gräfenhausener Weinfest besucht, kann auch die Gelegenheit wahrnehmen, die vielseitige Landschaft am Beweidungsgebiet mit wunderbaren Ausblicken ins Trifelsland zu genießen, denn ein drei Kilometer langer Rundweg führt um das Gelände herum. Mit dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen als Berater und durch Unterstützung der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße und des Landes Rheinland-Pfalz konnten ab 2014 über 300 Grundstücke erworben oder gepachtet und der Wingertsberg so für das Beweidungsprojekt verfügbar werden. Mehr Informationen auch unter www.pfaelzerwald.de/beweidungsprojekte.