Was vor der Farbe kam

Gespräch zu Hans Hofmann im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Studie, die um 1929 entstand: Hans Hofmanns Zeichnung „Untitled“ (Foto: Kim Keever, © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust, ARS, New York, VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

Zu einem Gespräch in der Ausstellung „Hofmanns Wege. Frühe Zeichnungen 1898-1937“ lädt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, am Dienstag, 29. Mai, um 18 Uhr ein. Sabrina Wilkin beleuchtet die Frage, was vor der Farbe, die zum Bildmotiv wird, kam. Hans Hofmann gilt als einer der wichtigsten Künstler der modernen abstrakten Malerei des 20. Jahrhunderts, insbesondere für die amerikanische Kunst. Berühmt für seinen außergewöhnlichen Umgang mit Farbe, beeinflussten seine Werke eine ganze Generation an Nachwuchskünstlern. Abgesehen von seiner Farbmalerei schuf der gebürtige Deutsche auch ein herausragendes zeichnerisches Werk, das im Fokus der Sonderausstellung und des Rundgangs liegt.

Hans Hofmann entwickelte, zunächst beeinflusst von den Künstlern der École de Paris, nach und nach einen eigenen malerischen Stil, für den er berühmt werden sollte. Vor seiner Übersiedlung nach Amerika lehrte er in München an seiner eigenen Kunstschule, Sommerkurse gab er in jenen Jahren schon in den USA. Diese intensive pädagogische Arbeit ließ ihn die Malerei für eine geraume Zeit zurückstellen, wobei er sich jedoch niemals gänzlich vom eigenen künstlerischen Schaffen zurückzog. In dieser frühen Schaffensphase entstand eine Vielzahl von Zeichnungen, die seinen besonderen Blick auf unterschiedliche Motive zeigen. Er nutzt einen von Expressionismus und Kubismus beeinflussten, abstrakten Stil, um unterschiedliche Studien in schwarz-weiß anzufertigen. Ob Landschaften oder Porträts, Hofmanns Zeichnungen stechen auf seinem künstlerischen Weg ebenso hervor wie seine Gemälde. Ihre Besonderheiten und herausragende künstlerische Raffinesse können in der Sonderausstellung näher betrachtet und diskutiert werden.