Wege in die Abstraktion

Gespräch in der Hofmann-Ausstellung des mpk

Tuschezeichnung von Hans Hofmann: „Nude Study“, um 1928 (Foto: Kim Keever © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust; ARS, New York, VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

Zu einem Gespräch in der derzeit laufenden Sonderausstellung „Hofmanns Wege. Frühe Zeichnungen 1898-1937“ lädt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, am Dienstag, 7. August, um 18 Uhr mit Sabrina Wilkin ein. Porträts, weibliche Akte und Landschaften sind wiederkehrende Motive, mit denen sich Hans Hofmann (geboren 1880 im mittelfränkischen Weißenburg, gestorben 1966 in New York) beschäftigte. Der serielle Charakter dieser frühen Zeichnungen betont Spontaneität und Experimentierfreude des Künstlers. Zunächst waren es akademische Aktzeichnungen in klassischen Posen, die Hofmann nutzte, um die Beziehung von Figur und Raum auszuloten. Auch in den darauffolgenden Porträt- und Landschaftszeichnungen, die in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre in München und während seiner Sommerkurse in Saint-Tropez entstanden sind, spielte die Raumfrage immer eine zentrale Rolle. Umriss und Fläche, Licht und Schatten, Figürlichkeit und Abstraktion bestimmen auf sensible und zugleich nachdrückliche Art und Weise die Entwicklung einer von der Natur inspirierten Arbeitsweise, die sich zunehmend in Richtung formaler Reduktion und Abstraktion bewegte. Die Ausstellung im mpk zeigt diese interessanten Wege, die zugleich auf das spätere malerische Werk des wegweisenden Deutsch-Amerikaners Bezug nehmen.