Zwangsarbeit in der Pfalz während des Zweiten Weltkriegs

Ein Werkstattbericht im IPGV Kaiserslautern

Eins der zahlreichen Zwangsarbeiterlager in der Pfalz: Zwangsarbeiter vor dem Lager Biebermühle, 1942/43 (Foto: Striemann, Lichtbildwerkstätte Pirmasens)

Der „Zwangsarbeit in der Pfalz während des Zweiten Weltkriegs“ widmet sich Benedict von Bremen in seinem Vortrag am Mittwoch, 4. Oktober, um 19 Uhr im Vortragssaal des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde (IPGV) in Kaiserslautern, Benzinoring 6 (Eintritt frei). Die Veranstaltung findet im Rahmen der monatlichen Vortragsreihe von IPGV und Bezirksgruppe Kaiserslautern im Historischen Verein der Pfalz statt

Zwangsarbeit gehörte zum Alltag an der „Heimatfront“ und auch in der Pfalz mussten Kriegsgefangene sowie „Zivilarbeiter“ schuften – nicht nur in Industriezentren wie Ludwigshafen oder Kaiserslautern, sondern überall, in Städten wie in den kleinsten Dörfern. 1943/1944 waren dies mindestens 70.000 Männer, Frauen und Minderjährige. Von ihnen profitierten unter anderem Industrie, Land- und Forstwirtschaft, die Reichsbahn, städtische und handwerkliche Betriebe, aber auch Privathaushalte. Die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren in zahlreichen Lagern und bei Privatleuten untergebracht, litten zumeist unter schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen und waren Unterdrückungsmaßnahmen bis hin zur Todesstrafe ausgesetzt. Im Projekt „Zwangsarbeit in der Pfalz 1939 bis 1945: Internierung – Einsatzorte – Repression“ erforschen das IPGV und das Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz das öffentlich sichtbarste deutsche Kriegsverbrechen.

Benedict von Bremen ist seit Dezember 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter im IPGV und dort für das Projekt „Zwangsarbeit in der Pfalz 1939 bis 1945: Internierung – Einsatzorte – Repression“ tätig. Der Werkstattbericht stellt den derzeitigen Stand des Projekts sowie die Schwierigkeiten bei der Erforschung des Themas Zwangsarbeit vor.